Abschaffung des 2-Cent-Stücks
Europaparlament startet ein Initiative für Ein-Euro-Note

Im Europaparlament ist am Dienstag ein neuer Anlauf für die Einführung von Ein-Euro-Noten unternommen worden. Der Währungsausschuss beschloss nach Angaben seiner Vorsitzenden Christa Randzio-Plath, der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) einen entsprechenden Prüfungsauftrag zu erteilen. Es solle herausgefunden werden, ob es in der Eurozone Bedarf an solchen Scheinen gebe, erläuterte die SPD-Politikerin.

Hb/vwd DÜSSELDORF/BRÜSSEL. Gleichzeitig solle auch geprüft werden, ob die 500-Euro-Scheine zu Betrügereien wie Fälschungen oder Geldwäsche ermunterten und abgeschafft werden sollten. Der Ausschuss sprach sich ferner für die Abschaffung der Zwei-Cent-Münze aus.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Außenpolitik, Elmar Brok von der CDU, kündigte am gleichen Tag ebenfalls eine entsprechende Initiative an. Er werde gemeinsam mit dem Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, in einem Brief an den EZB-Präsidenten Wim Duisenberg für die Einführung einer Ein-Euro-Banknote plädieren. Dies sei wichtig, damit der Euro gegenüber dem Dollar nicht benachteiligt sei, betonte Brok. In vielen Ländern, etwa in Asien, Afrika oder auch Osteuropa, sei der Ein-Dollar-Schein ein wichtiges Zahlungsmittel besonders für Trinkgeld und andere kleinere Ausgaben.

Randzio-Plath erwartet auch, dass die Bürger ein besseres Gefühl für den Wert eines Euro bekommen, wenn sie ihn als Geldschein in der Hand halten. Das würde deutlich machen, "dass der Euro so viel wert ist wie ein Dollar". Vor allem in den südlichen EU-Ländern wird die Forderung nach Einführung von Ein-Euro-Scheinen schon lange erhoben. Bisher wurde diese Forderung von der EZB allerdings zurückhaltend aufgenommen

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