"Abschaum"- und "Mörder"-Rufe
Protestanten demonstrieren gegen katholische Schüler

dpa LONDON/BELFAST. Protestantische Einwohner einer Straße in der nordirischen Hauptstadt Belfast haben am Montag ihre Demonstrationen gegen katholische Schulkinder fortgesetzt. Rund 100 Protestanten schwiegen zwar, als 150 Schulkinder von ihren Eltern im Schutz eines Großaufgebots von Polizisten durch die Ardoyne Road geleitet wurden, bei der Rückkehr der katholischen Eltern von der Schule wurden diese jedoch als "Abschaum" und "Mörder" beschimpft. Andere Protestanten hupten oder pfiffen.

Auch am sechsten Tag der Proteste, die wegen der anfänglich gegen die katholischen Kinder gerichteten Gewalt in Großbritannien Entsetzen auslösten, zeichnete sich noch kein Ende der Konfrontation ab. Ein für Montag geplantes Gespräch des britischen Nordirland- Ministers John Reid wurde auf diesen Dienstag verschoben. Reid traf sich am Montag in London zunächst mit US-Diplomat Richard Haass, der als Sonderbeauftragten von US-Präsident George W. Bush entsandt worden ist. Der Besuch von Haass steht aber nicht in einem direkten Zusammenhang mit den Protesten in der Ardoyne Road.

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