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Abschiebungsgegner stören Lufthansa-Hauptversammlung

rtr/dpa KÖLN. Mit Protestrufen und Transparenten gegen das Ausfliegen abgelehnter Asylbewerber haben mehrere Abschiebungsgegner am Mittwoch die Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa in Köln zum Teil erheblich gestört. Bereits innerhalb der ersten Stunde nach Beginn des Aktionärstreffen musste die Veranstaltung mehrfach unterbrochen werden, bis die laut Protestierenden von Ordnern aus dem Saal begleitet wurden. Dabei kam es kleineren Handgemengen. Aufsichtsratschef Klaus Schlede verurteilte die Störungen und kündigte konsequentes Vorgehen gegen die Proteste an. Vor dem Gebäude der Hauptversammlung demonstrierten rund 50 Mitglieder der Menschenrechtsgruppe "kein Mensch ist illegal".

Die Lufthansa ist nach eigenen Angaben gesetzlich dazu verpflichtet, abgelehnten Asylbewerber in ihre Heimatländer zurückzufliegen. Die Fluggesellschaft hat bereits mehrfach darauf verwiesen, dass sie keine Personen gegen ihren Willen mitnimmt. Ungeachtet dessen sieht sich die Lufthansa heftiger Kritik ausgesetzt.

Online-Attacken behindern Lufthansa-Homepage nur leicht

Trotz Online-Attacken von Menschenrechtsorganisationen war die Homepage der Lufthansa während der Hauptversammlung am Mittwoch in Köln noch erreichbar. "Wir haben vermehrte Zugriffe registriert, aber die Leitungen erweitert. Deshalb haben wir alles im Griff", sagte Unternehmenssprecherin Monika Göbel am Mittwoch in Frankfurt/Main. Die starken Zugriffe auf die Lufthansa-Homepage führten mancherorts jedoch zu Schwierigkeiten beim Empfang der Übertragung von Live-Bildern der Hauptversammlung im Internet.

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