Abschied vom Grünen Punkt bringt hohe Einsparungen
DM-Drogerie Markt schafft 1 000 neue Arbeitsplätze in Deutschland

Gegen den stagnierenden Markt befindet sich die DM-Drogerie-Markt-Gruppe, Karlsruhe, auf Wachstumskurs.

agr DÜSSELDORF. Im laufenden Geschäftsjahr 2001/02 (30.9.) rechnet die Handelskette mit einem Umsatzplus von 7 % auf 3,45 Mrd. DM. Das sagte Marketing-Chefin Petra Schäfer bei Vorlage der Jahreszahlen in Düsseldorf. Dabei handele es sich aber um eine eher konservative Schätzung. Angepeilt werde wieder eine zweistellige Zuwachsrate. Neu eröffnet werden sollen 40 Filialen mit über 400 neuen Arbeitsplätzen.

Im Geschäftsjahr 2000/01 verzeichnete der Filialist zum sechsten Mal in Folge ein zweistelliges Umsatzwachstum. Die Nummer zwei unter den deutschen Drogeriefachmärkten hinter Schlecker hat dabei 1 000 neue Arbeitsplätze in Deutschland und 400 im Ausland geschaffen. Eigentümer der DM sind der geschäftsführende Gesellschafter Götz W. Werner und der private Investor Günther Lehmann. Unter den 30 umsatzstärksten Handelsunternehmen konnte sich DM um zwei Plätze auf Rang 16 verbessern.

Mit knapp 8 000 Mitarbeitern und 12 000 Artikeln steigerte DM-Drogerie Markt den Brutto-Umsatz in Deutschland um 18 % auf 3,24 Mrd. DM. Die Umsatzrendite betrage ein Prozent, sagte Schäfer. Bereinigt um neue Flächen stieg der Umsatz um11,4 %. Die Flächenproduktivität lag mit 14 935 DM/qm knapp 2 % über Vorjahresniveau.

DM begründet das starke Wachstum vor allem mit der ständig steigenden Kundennachfrage. So verzeichneten die 565 (515) DM-Filialen rund 600 000 Kundenkontakte pro Tag. In der Branche gilt es aber als offenes Geheimnis, dass DM Marktanteile vor allem durch eine aggressive Preispolitik gewinnt.

Europaweit stieg der Umsatz der DM-Gruppe mit 13 000 Filialen in acht Ländern und 14 700 Beschäftigten um 15,8 % auf 4,6 Mrd. DM. In den Ausbau und die Modernisierung der Filialen wurden 120 Mill. DM investiert. Die Investitionen seien vollständig aus dem Cash-flow finanziert worden.

Angesichts der noch offenen rechtlichen Entscheidungen bezeichnete Schäfer die Kündigung der restlichen Lizenzen für den Grünen Punkt als reines Machtgebaren des DSD (Duales System Deutschland). Nach dieser Kündigung droht DM die Pfandpflicht für einige Verpackungen. Hintergrund: DM hatte dem DSD den Rücken gekehrt und sich für die Selbstentsorgung vieler Verpackungen entschieden. Ziel ist es, mit den Herstellern Einsparmöglichkeiten zu suchen und damit 25 % des Verpackungsmaterials einzusparen.

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