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Abschied von der Mutter: Jakob Heins "Vielleicht ist es sogar schön"

Mit seinen Jugenderinnerungen "Vielleicht ist es sogar schön" setzt der Berliner Arzt und Autor Jakob Hein seiner Mutter ein literarisches Denkmal. Als sie den Kindern mit vierundfünfzig Jahren mitteilt, an Krebs erkrankt zu sein, beginnt sich Hein an die Jahre mit ihr zu erinnern, an gemeinsame Erlebnisse und geteilte Sorgen.

dpa MÜNCHEN. Mit seinen Jugenderinnerungen "Vielleicht ist es sogar schön" setzt der Berliner Arzt und Autor Jakob Hein seiner Mutter ein literarisches Denkmal. Als sie den Kindern mit vierundfünfzig Jahren mitteilt, an Krebs erkrankt zu sein, beginnt sich Hein an die Jahre mit ihr zu erinnern, an gemeinsame Erlebnisse und geteilte Sorgen.

Sein Buch ist wütend, voller Trauer und Trost, es zeugt aber auch über weite Strecken von einer so engen Bindung an die Mutter, wie sie eine Tochter wohl nicht erreicht hätte. Deshalb stört an dem Text trotz seiner vielen klugen und treffend geschriebenen Passagen, trotz anrührender Szenen und amüsanter Anekdoten die Tatsache, dass hier eine Frau ohne Makel, eine Art Heiligengestalt beschrieben wird. Vielleicht wären einige Jahre mehr Abstand zum tragischen Verlust der Mutter sinnvoll gewesen.

Jakob Hein

Vielleicht ist es sogar schön

Piper Verlag, München

163 S. Euro 16,90

Isbn 3-492-04603-7

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