Abschläge bei den Automobilwerten
Dax startet mit sattem Minus

Die deutschen Standardwerte haben am Freitag infolge von Gewinnmitnahmen mehrheitlich im Minus eröffnet. Der Deutsche Aktienindex Dax fiel um 1,55 Prozent auf 4.477,53 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Schwächster Wert im Dax waren zum Auftakt die Titel des Halbleiterhertsllers Infineon mit einem Minus von 4,07 Prozent auf 14,15 Euro. Dagegen gewannen die Papiere des Maschinenbauers MAN um 0,25 Prozent auf 20,10 Euro. Damit war der Titel zunächst der einzige Gewinner im Dax.

Gewinnmitnahmen bei den Technologiewerten

Die Technologiwerte standen unter Abgabedruck: Epcos gaben 2,23 Prozent auf 39,40 Euro nach. Das Papier des Software-Unternehmens Sap notierte bei 127,08 Euro - ein Kursverlust von 3,73 Prozent. Siemens fielen um 3,07 Prozent auf 44,78 Euro. Noch am Vortag hatte die Techwerte auf der Gewinnerliste notiert. Händlern verwiesen auf Gewinnmitnahmen und die negativen Prognosen des US-Computerherstellers Gateway Inc für das dritte Quartal.

Daimler-Chrysler verloren 2,86 Prozent auf 36,67 Euro. Die Tochter Freightliner erwartet nach einem Pressebericht einen Verlust von rund 1 Mrd. US-Dollar im laufenden Geschäftsjahr. Verantwortlich dafür seien vor allem Verpflichtungen zum Rückkauf von gebrauchten Lkw zu einem Preis über dem Wiederverkaufswert, berichtet das "Wall Street Journal" in seiner Freitagausgabe unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen.

Abschläge bei den Automobilwerten

Auch BMW und Volkswagen verbuchten Abschläge zwischen 2 und 3 Prozent. Fiat wird im laufenden Jahr das angestrebte operative Ergebnis nicht mehr erreichen. Dies sei eine Folge der Terroranschläge vom 11. September, teilte der Automobilhersteller am Donnerstag in Turin mit. Auch der geplante Cash-Flow düfte nicht erreicht werden. Fiat hatte sich zuvor einen operativen Gewinn im Jahr 2001 von 1,1 Mrd. Euro zum Ziel gesetzt - nach 854 Mio. im Jahr 2000.

Mögliche neue Verhandlungen über Cognis belasten Henkel

Henkel gaben 0,94 Prozent auf 66,20 Euro nach. Der Konsumgüterkonzern muss einem Zeitungsbericht zufolge über den Verkauf seiner Spezialchemiesparte Cognis möglicherweise neu verhandeln. Die Investmentgesellschaften Schroder Ventures und Goldman Sachs Capital Partners würden ihr Angebot von 2,6 Mrd. Euro überprüfen, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf Branchenkreise. Henkel geht davon aus, den Verkauf der Spezialchemiesparte Cognis wie geplant abwickeln zu können. Anderslautende Presseberichte nannte Konzernsprecher Ernst Primosch auf Anfrage "reine Spekulation".

Die Aktien des Mischkonzerns Eon gewannen gegen den Trend 0,16 Prozent auf 61,15 Euro. Die Düsseldorfer wollen nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Freitag) seine Tochtergesellschaft VAW Aluminium in den kommenden Wochen an einen internationalen Finanzinvestor verkaufen. Der Wert für die Bonner VAW bewege sich nach aktuellem Stand in einer Spanne zwischen 2,23 und 2,55 Milliarden Euro, schreibt das Blatt unter Berufung auf Unternehmenskreise. Hinzu kämen Finanzschulden von 0,47 Milliarden Euro. Damit liege der Gesamtpreis für VAW bei maximal drei Milliarden Euro.

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