Abschluss über Arbeitgeber meist günstiger
Abwarten ist die beste Renten-Strategie

Versicherungen, Fondgesellschaften und Pensionskassen haben beim Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen Tausende Verträge für die Rieser-Rente angemeldet. Schon jetzt bedrängen viele Anbieter mögliche Kunden mit Angeboten, die aller Voraussicht nach die Genehmigung für die staatlich geförderte Altersvorsorge erhalten.

afp BERLIN. Hier einige Ratschläge von Verbraucherschützern:

Wann muss ich mich um den Abschluss einer Riester-Rente kümmern?

Eile mit Weile, heißt das Motto bei der Riester-Rente. Um in den Genuss der staatlichen Förderung für das kommende Jahr zu kommen, müssen Verträge bis Dezember 2002 abgeschlossen werden. Damit bleibt viel Zeit sich einen Überlick über den Markt zu verschaffen und etwa Leistungsvergleiche von Verbraucherzentralen abzuwarten.

Brauche ich unbedingt eine Privatrente?

Die Riester-Rente dient dazu, die Absenkung des Rentenniveaus von derzeit 70 Prozent des Nettoeinkommens auf 67 Prozent auszugleichen. Damit kommen zur bisherigen Versorgungslücke von 30 Prozent weitere drei Prozent hinzu. Gezwungen zum Abschluss einer Zusatzrente wird niemand. Wer aber verzichtet, verliert auch den Anspruch auf staatliche Förderung und eine mögliche Steuerersparnis.

Sollte ich individuell abschließen oder Angebote meines Arbeitgebers abwarten?

Am einfachsten ist die Riester-Rente meist über den Betrieb zu beziehen. Arbeitgeber haben die Möglichkeit, mit den Anbietern Gruppenverträge für ihre Mitarbeiter abzuschließen - und sind dabei in einer besseren Verhandlungsposition als der einzelne Verbraucher etwa gegenüber seiner Bank. Dies kann sich vor allem bei den Verwaltungs- und Vertriebskosten auszahlen: Diese schwanken nach ersten Prüfungen von Experten zwischen 0,1 Prozent und saftigen sieben Prozent der Beitragssumme.

Lohnt sich die Riester-Rente überhaupt?

Mit den staatlichen Zuschüssen und einer möglichen Steuerentlastung haben die Riester-Papiere zunächst einen Vorteil. Konkret hängt die Rentabilität aber immer vom Angebot ab. Da ein Riester-Produkt besondere Sicherheit bieten muss, dürfte die Verzinsung etwa bei einem geförderten Fonds in der Regel geringer ausfallen als bei einem nicht geförderten Produkt. Hier hilft nur gute Beratung und notfalls der eigene Taschenrechner. Dabei muss auch einbezogen werden, dass die Zusatzrente im Gegenzug für die Förderzuschüsse später versteuert werden muss.

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