Abschlußbericht
T-Aktie gibt dem Dax Auftrieb

Der Index schließt mit einem Plus von 1, 37 Prozent.

dpa FRANKFURT. Angeschoben von kräftigen Kursgewinnen bei Hochtechnologie-Aktien hat die Deutsche Börse den Montaghandel mit einem starken Plus abgeschlossen. Der DAX verabschiedete sich mit einem Gewinn von 1,37 Prozent bei 7 445,56 Zählern und damit über der psychologisch wichtigen Marke von 7 400 Stellen. Der MDAX schloss um 0,73 Prozent fester bei 4 917,21, der NEMAX 50 (Performance Index) legte um vier Prozent auf 6 443,87 Zähler zu.

Die Wall Street blieb wegen des Labor Day am Montag geschlossen. Der EuroSTOXX 50 ging mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent auf 5 392,63 aus dem Handel. Neue Rekorde meldeten die Börsen Amsterdam und Paris.

Ralph Eckel, Händler beim Bankhaus Reuschel, sagte, die «Old Economy» sei in einen «Dornröschenschlaf» gefallen. Daher spiele die Musik an der Frankfurter Börse derzeit wegen der zuletzt festen NASDAQ bei den Technologie-Titeln: Siemens stiegen um 1,99 Prozent auf 189,20 Euro. Die Aktie der Siemens-Halbleitertochter Infineon verteuerten sich um 0,59 Prozent auf 75,00 Euro.

Deutsche Telekom führten die Gewinnerliste mit einem Zuwachs von 6,08 Prozent auf 49,01 Euro an. Hans-Peter Kuhlmann, Analyst der Baden Bank-Württembergischen führte das Plus auf eine technische Reaktion zurück. «Die T-Aktie hat in den vergangenen Wochen stark gelitten», erklärte Kuhlmann. Investoren hätten auf die hohen Kosten für die UMTS-Lizenzen und die geplanten Übernahmen der US- Mobilfunkunternehmen VoiceStream und PowerTel mit Verkäufen reagiert. Nach den skeptischen Einschätzungen bewerteten nun einige Investmenthäuser die Telekom-Aktivitäten positiv.

Preussag hielten sich mit plus 2,47 Prozent bei 38,55 Euro. «Der Mischkonzern Preussag stand nach dem Kauf des britischen Touristikunternehmens Thomson Travel lange Zeit unter Druck», erklärte ein Marktteilnehmer. «Mehrere Investmenthäuser haben nun die Aktie zum Kauf empfohlen.» Der Titel habe die wichtige Marke von 38 Euro durchbrochen, der Weg nach oben sei nun frei.

Commerzbank-Titel setzten ihre Talfahrt vom Freitag fort. Das Papier verbilligte sich um 2,98 Prozent auf 34,15 Euro. Die Übernahmefantasien seien nun nach dem erweiterten Einstieg der italienischen Generali und der spanischen Banco Santander Central Hispano (BSCH) bei der Commerzbank aus dem Titel raus, erklärten Händler. Der hohe Aktienkurs sei nicht mehr gerechtfertigt.

Der Euro wurde knapp unter der Marke von 90 US-Cent gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 0,9000 US-Dollar fest. Damit kostete der Dollar 2,1731 DM. Der Rentenmarkt bewegte sich kaum. Der Bund-Future schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 105,57 Punkten. Der REX schloss mit minus 0,01 Prozent bei 110,00 Punkten. Die Umlaufrendite wurde von der Deutschen Bundesbank am Mittag mit 5,25 (Freitag: 5,34) Prozent festgestellt.

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