Abschreibungen auf Wetpapiere
Hannover Rück bleibt trotz Einbußen optimistisch

Die schwachen internationalen Kapitalmärkte haben beim Rückversicherer Hannover Rück im ersten Quartal das Ergebnis erheblich belastet.

Reuters HANNOVER. Dennoch kündigte Hannover Rück-Chef Wilhelm Zeller am Dienstag auf der Hauptversammlung in Hannover den Aktionären für das Gesamtjahr weiterhin eine Gewinnsteigerung an. Der weltweit fünftgrößte Rückversicherer geht nach den Worten von Vorstandschef Wilhelm Zeller davon aus, dass sich die internationalen Kapitalmärkte mittlerweile beruhigt haben, so dass in diesem Jahr keine nennenswerten weiteren Abschreibungen mehr zu erwarten seien.

In den ersten drei Monaten hingegen sei das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 37,5 Prozent auf 109 Millionen Euro gefallen, teilte der weltweit fünftgrößte Rückversicherer am Dienstag auf der Hauptversammlung in Hannover mit. Grund seien 75,3 Millionen Euro Abschreibungen auf Kapitalanlagen. Davon entfallen allein 46 Millionen Euro auf Aktien und 25 Millionen auf Bonds. Entsprechend ging der Konzernüberschuss um 21 Prozent auf 71,2 Millionen Euro zurück.

Die Bruttoprämien waren mit 3,15 Millionen Euro leicht um 0,9 Prozent rückläufig, was vor allem auf Währungseffekte durch den schwachen Dollar zurückzuführen sei. Bei einem im Vergleich zum Vorjahr stabilen Dollarkurs wäre die Bruttoprämie um 12,7 Prozent gestiegen, teilte Zeller mit.

Die Schaden-Kosten-Quote stieg hingegen deutlich auf 100,3 Prozent nach 92,4 Prozent im Vorjahresquartal. Dies sei vor allem auf einen höheren Anteil an Haftpflicht-Rückversicherungen zurückzuführen, bei denen Hannover Rück mit relativ hohen Schaden-Rückstellungen sehr konservativ agiere, sagte Zeller.

Gleichwohl blieb Zeller bei seinem bereits im Februar veröffentlichten positiven Ausblick für 2003. Die Abschreibungen bei Kapitalanlagen im ersten Quartal könnten im Jahresverlauf durch Kursgewinne voraussichtlich wieder ausgeglichen werden. Zwar geht Hannover Rück bei den Bruttoprämien aufgrund des schwachen US-Dollars nicht mehr von einem zunächst angenommenen leichten Wachstum aus.

Dennoch seien in den einzelnen Sparten steigende Erträge zu erwarten. "Wir gehen deshalb von einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2003 aus und halten einen Jahresüberschuss zwischen 280 Millionen und 310 Millionen Euro unverändert für realistisch", sagte Zeller. Im Vorjahr hatte Hannover Rück nach einem durch die Anschläge in den USA belasteten Ergebnis in 2001 seinen Konzerngewinn auf die Rekordhöhe von 267 Millionen Euro gesteigert.

Die im M-Dax notierte Hannover Rück-Aktie verlor am Dienstag 2,74 Prozent auf 24,84 Euro

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