Abschwung in Autoindustrie erreicht Talsohle
Schweitzer peilt Absatzplus von 1,5 Prozent an

Der Renault-Chef Louis Schweitzer gibt einen verhaltenen Ausblick auf den Geschäftsverlauf des Autoherstellers. Doch für die Entwicklung von Gewinn und Eigenkapital hat er optimistische Erwartungen.

HB DÜSSELDORF. Der französische Autohersteller Renault peilt nach den Worten seines Vorstandschefs Louis Schweitzer für das laufende Jahr einen Absatzzuwachs von 1,5 Prozent an. "In diesem Jahr musste die gesamte Autobranche in Europa mit einem Rückgang von fünf Prozent leben. Angesichts dieser Rahmenbedingung kann Renault in diesem Jahr nicht gerade einen steilen Wachstumspfad erreichen", sagte Schweitzer dem "Handelsblatt".

Für das nächste Jahr erwarte er zumindest keine weitere Abschwächung des Marktes. Mit Blick auf die Ertragssituation bis Ende nächsten Jahres gibt Schweitzer eine positive operative Marge als Ziel vor. "Und wir haben immer wieder gesagt, dass wir elf Prozent Rendite auf das Eigenkapital anstreben - daran hat sich nichts geändert", erklärte der Renault-Chef. Die Gründung der gemeinsamen Renault-Nissan-Dachgesellschaft ist für Schweitzer auch ein Rezept gegen unerbetene Aufkäufer: "Natürlich richtet sich die Gründung der Dachgesell-schaft gegen eine schleichende Übernahme einer der beiden Firmen durch Dritte. Wir haben einen stabilen rechtlichen Rahmen geschaffen - jetzt müssen wir beweisen, dass die type="organisation" value="FR0000131906"> Renault-Nissan-Allianz tatsächlich funktioniert", sagte er.

Nissan habe im vergangenen Jahr wesentlich zu dem Ergebnis seines Unternehmens beigetragen und er hoffe, dass das so bleibt. "Wir haben ungefähr die Hälfte unseres Kapitals bei Nissan investiert, da muss das natürlich etwas abwerfen. Wenn nicht, hätte ich wahrscheinlich ein Problem", so Schweitzer.

An eine Aufstockung des Nissan-Anteils an Renault von derzeit 15 Prozent sei aber nicht gedacht: "Wir haben gesagt, dass wir mit den Beteiligungen nicht weiter gehen wollen. Renault bleibt bei seinen 44,4 Prozent bei Nissan. Vielleicht wird der Nachfolger meines Nachfolgers sich anders entscheiden. Nissan-Chef Ghosn und ich sind überzeugt, dass weitere Veränderungen nicht notwendig werden", erklärte der Renault-Chef.

Quelle: Handelsblatt

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