Absicherung von Meinungsvielfalt
Spiegel-Verlag nur an kleinem Kirch-Anteil interessiert

Der Spiegel-Verlag ist bei einer Übernahme der insolventen Rechte- und TV-Gesellschaft Kirch Media durch ein Konsortium unter der Führung der Verlage Axel Springer und Heinrich Bauer nur an einer kleinen Beteiligung interessiert.

Reuters MÜNCHEN. "Eine eventuelle Beteiligung würde sich auf wenige Prozent beziehen und soll der Absicherung von Meinungsvielfalt und unabhängigen Öffentlichkeitsstrukturen dienen", teilte der Spiegel-Verlag am Dienstag mit. Springer und Bauer hatten die HypoVereinsbank und den Spiegel-Verlag als weitere Partner ihres Konsortiums für eine Übernahme von KirchMedia vorgestellt. Vorläufige Angebote für die Gesellschaft sollen bis zum Mittwoch abgegeben werden. KirchMedia hatte die Zahl der Interessenten auf "mehr als zehn" beziffert.

Zu Medienberichten, der Spiegel-Verlag wolle sich wegen Kritik aus der Mitarbeiter KG, der die Hälfte der Gesellschaft gehört, aus dem Konsortium zurückziehen, hieß es, ein Einstieg werde ja ohnehin erst geprüft. Der Spiegel-Verlag sei daran interessiert, in eine vertiefte Überprüfung der Wirtschaftlichkeit von KirchMedia und ihrer Tochter ProSiebenSat.1 einzusteigen, zu der die vorläufigen Bieter berechtigt sind. Danach werde die endgültige Entscheidung von den Gesellschaftern des Spiegel-Verlags - neben der Mitarbeiter KG sind dies Rudolf Augstein und die Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr - getroffen.

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