„Absolut außergewöhnlicher“ Fall
Gegen verborgenen Sprengstoff helfen nur Spürhunde

Der Versuch eines Flugpassagiers, hoch über dem Atlantik in seinen Schuhen verborgenen Sprengstoff zu zünden, hat erneut Fragen nach der Gründlichkeit der Bodenkontrollen aufgeworfen.

dpa PARIS. Nach Angaben eines Sprechers der Pariser Flughafenverwaltung vom Sonntag können die Magnetfelder der Sicherheitsanlagen, durch die die Passagiere gehen - und die in allen europäischen Ländern den gleichen Normen entsprächen - Draht und alle Metallobjekte "von Kopf bis Fuß" entdecken, Sprengstoff allerdings nicht, weil der nicht metallisch sei. Sprengstoff könne nur ein Spürhund erschnüffeln.

Die französische Grenzpolizei hat nach Angaben des Fernsehsenders LCI eine Untersuchung des Sicherheitspersonals eingeleitet, das am Flughafen Paris für den Flug der Boeing 767 der American Airlines nach Miami verantwortlich war. Erst müsse festgestellt werden, ob der potenzielle Attentäter tatsächlich "verdrahtet" gewesen sei, sagte der Sprecher. Er bezeichnete diesen Fall als "absolut außergewöhnlich". Es sei auch keinesfalls auffällig, dass der Mann kein Gepäck bei sich gehabt habe. Bei Geschäftsleuten sei das nicht ungewöhnlich.

Verschärfte Sicherheitskontrollen würden vom Innenministerium und der Grenzpolizei entschieden. Zur Zeit hätten die Flughäfen in Paris keine Anweisungen für schärfere Sicherheitsmaßnahmen erhalten. Nach den Anschlägen vom 11. September seien die Sicherheitsmaßnahmen - besonders für alle Flüge in die USA - bereits verschärft worden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%