„Absolut zuversichtlich für das kommende Jahr“
Nachgefragt: Handelsblatt-Interview mit Puma-Chef Zeitz

Puma-Chef Jochen Zeitz äußerte sich gegenüber dem Handelblatt zu den Ursachen des positiven Ergebnisses und der weiteren Entwicklung des Unternehmens.

Herr Zeitz, weltweit halten sich die Menschen mit ihren Einkäufen zurück. Dennoch verspricht Puma seinen Aktionären weiter ein kräftiges Wachstum. Wie das?

In einem optimalen Umfeld ginge es uns natürlich noch besser. Wir sind aber von der Wirtschaftsflaute bislang weitgehend verschont geblieben. Das liegt mit daran, dass unsere jugendliche Zielgruppe nicht so stark unter der Konjunkturflaute leidet wie andere. Darüber hinaus sind wir nicht im Bereich Luxusgüter tätig, der momentan verliert. Und natürlich stimmen unsere Markenstrategie, die Produkte und unser Konzept.

Sie sind also auch für das kommende Jahr zuversichtlich?

Absolut. Der Auftragsbestand ist sehr positiv. Im ersten Halbjahr 2002 werden wir deshalb an das hervorragende laufende Jahr anknüpfen. 2001 werden wir den Umsatz immerhin um mehr als 26 Prozent steigern. Wie sich die zweiten sechs Monate 2002 entwickeln werden, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Es zeigt sich aber, dass viele neue Händler unsere Produkte aufnehmen wollen.

In diesem Jahr werden Sie ein Rekordergebnis einfahren. Lässt sich das 2002 wiederholen?

Dazu kann ich jetzt noch nichts sagen. Mit neuen Produkten zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 werden wir jedoch Akzente setzen. Darüber hinaus werden spezielle Angebote für Frauen und im Laufsport für Wachstum sorgen.

In diesem Jahr hat Puma stark vom so genannten Retro-Look profitiert, also Kleidung und Accessoires aus den vergangenen Jahrzehnten. Was machen Sie, wenn die Welle vorüber ist?

Die klassischen Modelle sind zeitlos und werden sich immer verkaufen, mal mehr und mal weniger. Wir entwickeln diese Vorlagen natürlich weiter. Und klassische Retro-Modelle sind nur ein Teil unserer Kollektion.

Gestern haben Sie in Rom einen selbst betriebenen Laden aufgemacht, vor zwei Wochen öffnete ein eigenes Geschäft in New York. Macht Puma jetzt seinen Händlern Konkurrenz?

Nein, natürlich nicht. Wir haben in diesem Jahr acht so genannte Concept-Stores eröffnet, um unsere Marke in Metropolen in ihrer ganzen Bandbreite präsentieren zu können. Das können die Händler in dieser Form gar nicht. Deshalb sehen das fast alle positiv. Nächstes Jahr werden wir weitere Läden eröffnen, darunter einen Puma - Store in Deutschland.


Die Fragen stellte Joachim Hofer.

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