Absprachenverdacht
Brüssel durchsucht Bayer und ExxonMobil

In zwei separaten Verfahren habe es Durchsuchungen bei dem US- Ölkonzern ExxonMobil, dem deutschen Bayer-Konzern und dem US- Unternehmen Crompton gegeben, verlautete am Donnerstag in Brüssel.

HB/dpa BRÜSSEL/HAMBURG. Die Kommission bestätigte offiziell zwar Durchsuchungen im Bereich der Herstellung vom Gummi-Chemikalien und im Asphaltsektor, nannte aber keine Firmennamen. In der Asphaltbranche habe es zu Monatsbeginn unangemeldete Besuche bei Unternehmen in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Portugal und Spanien gegeben. Dem Vernehmen bezieht sich die Untersuchung bei ExxonMobil auf diesen Bereich, während es bei Bayer und Crompton um mögliche Absprachen bei Chemikalien geht, die bei der Herstellung von Autoreifen verwendet werden.

ExxonMobil bestätigte, dass die EU-Kommission bei dem Unternehmen gewesen sei. "Es war aber keine Durchsuchung und es wurde nichts beschlagnahmt", sagte eine Unternehmenssprecherin in Hamburg. ExxonMobil habe mit der EU-Kommission kooperiert und einige Fotokopien ausgehändigt. Nähere Einzelheiten wollte das Unternehmen nicht nennen, da es sich um ein laufendes Verfahren handele.

Preisabsprachen zum Schaden von Kunden und Verbrauchern sind in der EU verboten. Falls die Kommission Kartellverfahren eröffnet und die Vorwürfe beweisen kann, drohen hohe Geldstrafen von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes.

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