Abstimmung im US-Repräsentantenhaus
US-Piloten werden bewaffnet

Mit einer Mehrheit von 310 gegen 113 Stimmen hat das US-Repräsentantenhaus am Mittwoch für ein Gesetz gestimmt, das zur Abwehr von Gefahren im Cockpit die Bewaffnung von Zivil-Piloten auf freiwilliger Basis erlaubt.

Reuters WASHINGTON. Die Abgeordneten stimmten der Vorlage zu, nachdem eine zahlenmäßige Begrenzung für die Piloten, die Waffen tragen dürfen, sowie eine zunächst vorgesehene Befristung des Programms auf zwei Jahre gestrichen worden war. Der endgültige Entwurf hob die Befristung auf und stellt nun allen Piloten der zivilen US-Luftfahrt frei, ob sie sich bewaffnen wollen.

Wie im Senat, der zweiten Kammer des US-Parlaments, über die Vorlage im Nachgang zu den Ereignissen vom 11. September entschieden wird, ist ungewiss. Denn die führenden Politiker dort sind gegen die Piloten-Bewaffnung.

Auch die konservative Regierung von Präsident George W. Bush ist nicht für bewaffnete Zivil-Piloten. Sie argumentiert, verstärkte Cockpit-Türen und die Abstellung von Sicherheitskräften in Zivil als Mitreisende seien als Schutzmaßnahme gegen Entführungen oder andere Gewaltakte an Bord wirksamer als die Ausstattung von Piloten mit tödlichen Waffen.

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