Abstimmung per SMS
„Coole“ Polizeimethoden

Der Kurznachrichten-Dienst SMS (Short Message Service) dient mittlerweile auch Gewerkschaften zur schnelleren Kommunikation. So bietet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ihren Mitgliedern die Möglichkeit, zu gewerkschaftlichen, allgemeinpolitischen oder gesellschaftlichen Themen per SMS abzustimmen.

Beim Bundesgrenzschutz ging es darum, über die Notwendigkeit eines bedarfsorientierten Schichtdienstmanagements abzustimmen. Das Problem: 18 000 organisierte Polizeivollzugsbeamte, Arbeiter und Angestellte arbeiten an über 500 Standorten. Während der meisten Zeit sind sie unterwegs auf Einsätzen bei Großveranstaltungen, Demonstrationen oder im Personen- und Objektschutz. Für den Gang in die Wahlkabine bleibt da kaum Zeit. Die Idee: Die - zumindest privat - gut ausgestatteten Polizisten könnten ja per SMS abstimmen.

Der Versuch hatte Erfolg, das Ergebnis war beeindruckend, nicht nur für die Gewerkschafter selbst. Mit einer Rücklaufquote von über 70 Prozent wurden die Erwartungen weit übertroffen. Gerade einmal zehn Prozent der abgegebenen Stimmen wurden schriftlich eingereicht. "Die Kollegen waren begeistert", berichtete ein Gewerkschaftsvertreter nach dem ersten gelungenen SMS-Voting. "Das ist Basisdemokratie pur." Die Gewerkschaft der Polizei hat jedenfalls Geschmack an den Möglichkeiten des SMS gefunden. Sie will den Nachrichtenservice deshalb in Zukunft häufiger bei internen Fragestellungen zur Abstimmung nutzen.

Doch nicht nur das. Die Freunde und Helfer der Bürger wollen das Medium in Zukunft sogar in verschiedene Konzepte zur Kriminalprävention integrieren. Wichtigste Zielgruppe: die Generation der SMS-Kids. Denn die wissen schon lange: "SMSen" ist echt cool ;-))).

Schreiben Sie dem Autor: m.renner@vhb.de

Marc Renner  Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Marc Renner
Handelsblatt / Chef vom Dienst
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