Abstufungen belasten
Europäische Börsen bleiben ausnahmslos im Minus

Die europäischen Börsen haben am Mittwoch ausnahmslos im Minus tendiert. Händler begründeten die Talfahrt mit der Kursschwäche bei den Aktien von Telekomausrüstern.

Die Nasdaq war am Dienstag mit einem Minus von 1,92 Prozent auf 1770,77 Zählern aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index hatte die Sitzung dagegen 0,48 Prozent fester auf 9997,49 Punkten beendet.

Die US-Futures deuteten auf einen schwächeren Handelbeginn in New York hin. Der Nasdaq-100-Future lag gegen Mittag 0,81 Prozent im Minus auf 1415 Punkten. Der S&P-Future wurde mit 1129,20 Zählern 0,13 Pozent tiefer gehandelt.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte am frühen Nachmittag 1,4 Prozent tiefer auf 3612 Punkten. Der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) lag mit 3675 Punkten 1,7 Prozent im Minus.

LONDON - Von Telekom - und Bankentitel belastet

Die Londoner Börse hat leichter notiert. Der FTSE-Index lag mit 5317,6 Punkten 1,15 Prozent im Minus. Händlern zufolge litten insbesondere Telekom - und Bankentitel unter Kursabgaben. So verbilligten sich Vodafone-Aktien um 0,87 Prozent auf 142,45 Pence. Auch die Papiere von Marconi bauten ihre Vortagsverluste weiter aus. Sie rutschten am Mittwoch um weitere 13,68 Prozent ins Minus auf 46 Pence. Marconi hatte am Vortag eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Die Titel der Royal Bank of Scotland sanken 1,45 Prozent auf 1698,15 Pence.

ZÜRICH - Mehrheitlich schwächer

Die Standardwerte an der Schweizer Börse haben mehrheitlich schwächer tendiert. Der SMI-Index gab 0,8 Prozent auf 6513 Punkte nach. Charttechnisch habe der Abwärtstrend weiter Bestand, sagte ein Händler. Der relativ hohe Anteil an defensiven Werten unterstütze die Schweizer Börse und halte den SMI-Index über der psychologisch wichtigen Marke von 6500 Punkten, hieß es weiter. Deutlich Kursverluste verbuchten die Papiere von Jomed. Sie verbilligten sich um 15,72 Prozent auf 37,25 Schweizer Franken (sfr). Zu den wenigen Kursgewinnern zählten dagegen Holcim-Aktien, die um 2,45 Prozent auf 356 sfr zulegten. Für Donnerstag werden die Halbjahreszahlen des Unternehmens erwartet.

PARIS - Alcatel führt Kursverluste an

Die Aktien an der Pariser Börse haben im Minus notiert. Der CAC-40-Index sank um 1,59 Prozent auf 4599,43 Punkte. Angeführt wurden die Kursverluste Händlern zufolge von den Aktien des Telekomausrüsters Alcatel. Nachdem die Papiere von der Investmentbank Merrill Lynch auf "neutral" von "akkumulieren" herabgestuft worden, fielen sie im Verlauf um bis zu 11,21 Prozent auf 15,08 Euro. Zudem hatte das Unternehmen sein angestrebtes Ziel, im Gesamtjahr ein positives Ergebnis zu erreichen, als Herausforderung bezeichnet. Die Werte des Chipherstellers STMicroelectronics fielen um 5,27 Prozent auf 31,40 Euro.

MAILAND - Olivetti und Pirelli deutlich im Minus

Mit deutlichen Kursverlusten der Aktien von Olivetti und Pirelli hat die Mailänder Börse im Minus notiert. Der Mib30-Index fiel um 2,34 Prozent 33.459 Punkte. Sowohl die Papiere von Olivetti als auch die Titel von Pirelli fielen im Handelverlauf auf den tiefsten Stand seit Oktober 1998. Gegen Mittag lagen Olivetti-Aktien mit mehr als 13 Prozent im Minus bei 1,268 Euro. Pirelli-Titel notierten mit 1,87 Euro 8,15 Prozent schwächer. Händlern zufolge befürchteten Marktteilnehmer, dass beide Unternehmen eine Kapitalerhöhung planten.

MADRID - Belastet von Telekom - und Technologierwerten

Die Madrider Börse hat schwächer tendiert. Der Ibex-Index lag mit 8173,1 Punkten 1,41 Prozent im Minus. Belastend hätten sich vor allem Telekom - und Technologierwerte ausgewirkt, sagte ein Händler. Die Aktien des Internet-Anbieters Terra Lycos gaben im Verlauf um vier Prozent auf 7,44 Euro nach. Telefonica-Papiere verbilligten sich um 2,52 Prozent auf 12,38 Euro, nachdem sie am Vortag Kursaufschläge verbucht hatten.

AMSTERDAM - Ahold mit Kursabgaben

Die Börse in Amsterdam hat leichter notiert. Der AEX-Index lag mit 513,97 Punkten 1,55 Prozent im Minus. Im Mittelpunkt standen nach Händlerangaben die Papiere des Einzelhändlers Ahold. Sie notierten im Handelsverlauf 2,51 Prozent leichter auf 31,80 Euro. Am Vortag hatte das Unternehmen mitgeteilt, 70 Millionen neuer Aktien ausgeben zu wollen, um den Kauf der US-Firmen Alliant Foodservice sowie Bruno's Supermarkets für insgesamt 2,7 Milliarden Dollar zu finanzieren. Zu den wenigen Kursgewinnern zählten die Papiere der Gucci-Gruppe. Sie legten um 0,75 Prozent auf 87,15 Euro zu.

WIEN - Austrian Airline im Fokus

Der ATX-Index der Wiener Börse gab um 0,52 Prozent auf 1197,85 Punkte nach. Das höchste Umsatzvolumen verzeichneten die Aktien der Fluggesellschaft Austrian Airlines AG. Sie fielen im Verlauf um 0,69 Prozent auf 11,55 Euro. Zu den Kursgewinnern zählten neben den Werten der Flughafens Wien mit einem Plus von 0,69 Prozent auf 36,63 Euro auch die Papiere von Mayr-Melnhof. Sie legten mit 54,35 Euro um 0,04 Prozent leicht zu. "Mayr-Melnhof kommen nicht unter Druck, was auch schon ein positives Zeichen ist", sagte ein Händler.

BRÜSSEL - Barco auf Rekordtief

Wie die europäischen Nachbarbörsen hat der Aktienmarkt in Brüssel Kursabschläge verzeichnet. Der Bel20-Index fiel um 0,47 Prozent auf 2871,59 Punkte. "Es geschieht nicht viel. Das Handelsvolumen ist gering. Institutionelle Investoren sind nicht im Markt", sagte ein Händler. Im Vorfeld der Veröffentlichung der aktuellen Unternehmenszahlen haben die Aktien von Barco zwischenzeitlich mit 36,41 ein Rekordtief markiert. Gegen Mittag lagen die Papiere mit 1,33 Prozent im Minus auf 39,75 Euro. Die Aktien der Brauerei Interbrew verteuerten sich dagegen um 1,65 Prozent auf 27,70 Euro, nachdem das Unternehmen ein Gewinnwachstum im Halbjahr ausgewiesen hatte.

STOCKHOLM - Nokia und Ericsson deutlich im Minus

Der OMX-Index an der Stockholmer Börse notierte gegen Mittag mit 762,03 Punkten 2,81 Prozent im Minus. Die Aktien des Indexschwergewichts Ericsson gaben um 4,30 Schwedische Kronen (skr) auf 40,90 skr deutlich nach. Nokia-Aktien verbilligten sich um zehn skr auf 155 skr.

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