Absturz der Raumfähre „Columbia“
Schaumstoff wohl nicht Unglücksursache

Das Unglück der Raumfähre "Columbia" ist nach Einschätzung der US- Raumfahrtbehörde NASA vermutlich nicht durch ein Stück der Schaumstoff-Isolierung des Treibstoff-Tanks ausgelöst worden.

Reuters CAPE CANAVERAL. Das Schaumstoffteil, das sich beim Start am 16. Januar gelöst habe und gegen die linke Tragfläche geprallt sei, sei mit rund einem Kilogramm einfach zu leicht gewesen, um einen Schaden am Hitzeschild der Raumfähre zu verursachen, sagte der Leiter des Raumfähren-Programms der NASA, Ron Dittemore, am Mittwoch. Zudem sei es nicht schnell genug gewesen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Unglücksursache eine andere sei. Videoaufnahmen hatten gezeigt, wie sich das Stück der Isolierung von der Größe eines kleinen Koffers löste, gegen die Raumfähre prallte und sich danach auflöste.

Dittemore wies zudem Spekulationen als unwahrscheinlich zurück, unter dem Schaumstoff habe sich Eis befinden können, das den Schaden an den Kacheln des Hitzeschilds ausgelöst habe. Der Hitzeschild schützt die Raumfähre beim Wiedereintritt in die Atmosphäre vor dem Verglühen.

Die "Columbia" war am Samstag kurz vor der geplanten Landung über dem US-Bundesstaat Texas auseinandergebrochen. Alle sieben Raumfahrer an Bord, sechs US-Bürger und ein Israeli, kamen ums Leben. Es war das schwerste Unglück der US-Raumfahrt seit der Explosion des Schwesterschiffs "Challenger" 1986.

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