"Absurde Bemerkungen"
Klima zwischen Nord- und Südkorea verschlechtert sich

Das kommunistische Nordkorea hat am Montag überraschend die für diese Woche vereinbarten Wirtschaftsgespräche mit Südkorea abgesagt.

dpa SEOUL. In Berichten des offiziellen nordkoreanischen Rundfunks wurde zugleich der südkoreanische Außenminister Choi Sung Hong beschuldigt, in einem Interview während eines USA-Besuchs am Montag vergangener Woche "absurde Bemerkungen" gemacht zu haben. Einer Aufforderung aus Nordkorea, sich für die Äußerungen des Ministers zu entschuldigen, sei die südkoreanische Regierung bisher nicht nachgekommen, hieß es in den in Seoul abgehörten Berichten weiter.

Die Berichte bezogen sich auf ein Interview Chois mit der "Washington Post". Dabei wurde Choi mit den Worten zitiert, dass "manchmal ein großer Stock geschwungen wird, um Nordkorea zu zwingen, hervorzukommen". Das Außenministerium in Seoul hatte später erklärt, Chois Worte seien falsch interpretiert und aus dem Zusammenhang gerissen worden.

Die Absage aus Nordkorea erfolgte nur kurz nach einer neuen Runde von Begegnungen getrennt lebender Familien aus beiden Teilen Koreas in der vergangenen Woche. Die Wirtschaftsgespräche sollten von Dienstag bis Freitag in Seoul stattfinden. Auf die neuen Gespräche, bei denen es in erster Linie um die Verwirklichung gemeinsamer wirtschaftlicher Projekte gehen sollte, hatten sich beide Seiten bei einem Besuch eines Sondergesandten des südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung Anfang April in Pjöngjang geeinigt.

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