Abwärtstrend in der nächsten Zeit wahrscheinlich
Chartkommentar: Warten auf das Doppeltief

In den nächsten Tagen oder Wochen ist eine deutliche Abwärtsreaktion im Deutschen Aktienindex (Dax) zu erwarten. Aus dieser Reaktion wird abzuleiten sein, ob sich ein breit angelegtes Doppel-Bottom (Doppeltief) ausbildet, was sehr wahrscheinlich eine mittelfristige Aufwärtsbewegung zur Folge hat, oder ob sich ein erneuter Tiefpunkt herauskristallisiert.

DARMSTADT. In den nächsten Tagen oder Wochen ist eine deutliche Abwärtsreaktion im Deutschen Aktienindex (Dax) zu erwarten. Aus dieser Reaktion wird abzuleiten sein, ob sich ein breit angelegtes Doppel-Bottom (Doppeltief) ausbildet, was sehr wahrscheinlich eine mittelfristige Aufwärtsbewegung zur Folge hat, oder ob sich ein erneuter Tiefpunkt herauskristallisiert.

Der Dax-Chart

Verbindet man den Hochpunkt des Dax vom 2. August mit dem vom 28. August, und verlängert diese Linie, so stellt man fest, dass der Dax an dieser abwärts gerichteten Trendlinie im Intraday-Handel angekommen war. Seit dem Tiefpunkt vom 21. September ist das Börsenbarometer um 34 % gestiegen. Wie der Relative-Stärke-Index zeigt, ist der Markt derzeit kurzfristig stark überkauft. Dieser Indikator ist so hoch wie Ende April/Anfang Mai, als die jüngste Abwärtsbewegung einsetzte und ebenso hoch wie Anfang Februar, als die davor liegende Abwärtsbewegung begann, die im März endete.

Deshalb ist mit einer erneuten Abwärtsbewegung zu rechnen, die dann zeigen wird, ob sich ein Doppeltief ausbildet. Das würde voraussetzen, dass der Tiefpunkt vom 21. September bei 3 539 nicht mehr unterschritten wird. Aus der Breite dieses Doppeltiefs würde sich abschätzen lassen, ob darauf eine mittel- oder nur eine kurzfristige Aufwärtsbewegung erfolgt. Je breiter das Doppeltief angelegt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine mittelfristige Aufwärtsbewegung handelt.

In einem stark überkauften Markt, wie derzeit, reichen kleinste Ereignisse aus, um Rückschläge auszulösen. Solche Ereignisse wird es mit großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten Wochen geben. Die rückläufigen Umsätze sprechen ebenfalls dafür, dass zunächst eine Abwärtsbewegung erfolgen sollte. Eine länger anhaltende gesicherte Aufwärtsbewegung muss von steigenden Umsätzen begleitet sein.

Dr. Hans-Dieter Schulz ist Experte für technische Analyse und Mitherausgeber der Hoppenstedt-Charts.

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