Abwärtstrend wird anhalten
Handy-Markt in Westeuropa gesättigt

Die Zahl der Mobilfunkkunden in Westeuropa wächst nur noch marginal, hat ein Marktforschungsinstitut herausgefunden. Das Institut empfiehlt, neue Businessmodelle zu entwickeln.

vwd KOPENHAGEN/WIEN. Laut einer jüngsten Studie des internationalen Marktforschungsinstituts Gartner Dataquest ist die Zahl der Mobilfunkanschlüsse in Westeuropa im ersten Quartal dieses Jahres nur noch um 1,3 % gestiegen. Zu Beginn des Vorjahres hatte das Wachstum noch 6,5 % betragen.

Der Markt zeigt sich der Studie zufolge damit bereits weitgehend gesättigt. Im Schnitt haben bereits 75,2 % der Westeuropäer ein angemeldetes Handy. Anfang 2001 lag die Marktpenetration noch bei 67 %. Im Gesamtjahr 2001 ist das Wachstum bei Mobilfunkanschlüssen auf 19,5 von 57,4 % zurückgegangen. Laut Gartner wird der Abwärtstrend der jährlichen Wachstumsrate in den nächsten vier Jahren weiter anhalten.

"Das sinkende Wachstum ist ein warnendes Signal an die Netzbetreiber, ihre Business-Modelle zu verändern. Neue Umsätze müssen außerhalb der Sprachtelefonie generiert werden", so die Marktforschung. Zugleich warnt Gartner jedoch dafür, zu früh auf hochtechnologische Angebote zu setzen. Man erwarte eine gewisse "Upgrade-Müdigkeit" unter den Konsumenten in den nächsten 18 Monaten, meinte Gartner-Vizepräsident Nick Jones. Um die Flut aller neuen Anwendungen nutzen zu können, müssten die Kunden alle sechs Monate ein neues Gerät kaufen.

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