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Abwarten ist angesagt

Abwarten heißt die Devise am Donnerstag. Die Anleger warten gespannt auf das Analystentreffen bei Intel. Doch erst nach Handelsschluss ist hier mit News und ersten Kommentaren zu rechnen.

Die für die Marktstimmung wichtigen Arbeitsmarktdaten für August werden für morgen erwartet. Bis dahin dürften sich Anleger mit Investitionen zurückhalten. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung gingen in der vergangenen Woche zwar auf 402 000 Anträge zurück, stiegen jedoch um 2000 Anträge stärker an als erwartet. Die Futures deuten am Morgen auf einen leichten Handelsstart. Der S&P 500 Index rutscht sieben Punkte in die Verlustzone. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq notiert 18 Zähler m Minus.

Das Augenmerk der Anleger richtet sich heute auf das Analystentreffen bei Intel. Es sei durchaus wahrscheinlich, dass das Management die Umsatz- und Gewinnprognosen für das dritte Quartal senke, erklären einige Händler am Morgen. Der harte Preiskampf und die sinkende Nachfrage könnten die Ergebnisse des weltgrößten Chipkonzerns belasten. Noch im Juli erwartete Intels Management für das dritte Quartal einen Umsatz zwischen 6,2 Milliarden und 6,8 Milliarden Dollar. Die Mehrheit der Analysten rechnet mit Einnahmen von 6,41 Milliarden Dollar. Bereits vor einigen Wochen äußerten sich die Analysten von Lehman Brothers skeptisch zu den Prognosen. Das Papier von Intel notiert im außerbörslichen Handel mit 1,6 Prozent im Minus. Auch die Aktien von Applied Materials büßen 0,8 Prozent ein.

Für frischen Wind sorgen die Analysten von Lehman Brothers heute auf dem Internetsektor. Anleger sollten die Kursschwäche bei Yahoo zum Einstieg nutzen. Das Papier von Yahoo gab in den vergangenen drei Monaten fast 46 Prozent ab und notiert auf einen 52-Wochentief. Das Unternehmen habe das Schlimmste überstanden. Das Abwärtspotenzial der Aktie sei durch das Übernahmepotenzial des Unternehmens begrenzt. Das Papier legt vorbörslich über 3,4 Prozent zu.

Ob Jeff Bezos´ optimistische Prognosen der Aktie von Amazon.com ebenfalls unter die Arme greifen können, wird sich zeigen. Der Chef des Online-Konzerns stellt in Aussicht, dass der Onlinebuchhändler im vierten Quartal die Gewinnzone erreichen wird. Doch Anleger und Analysten zeigen sich bisher skeptisch.

Aus der Versicherungsbranche kommen am Donnerstag gemischte Zahlen. Der größte US-Versicherer American International will rund zehn Prozent seiner Aktien zurückkaufen. Wie American International gleichzeitig mitteilte, sollen 1500 Mitarbeiter entlassen werden. Die Arbeitsplätze sollen innerhalb der nächsten zwölf bis 18 Monate abgebaut werden. Die American International Group hatte erst kürzlich den Konkurrenten American General übernommen. Weltweit beschäftigt das kombinierte Unternehmen über 85.000 Mitarbeiter. In den kommenden zwei Jahren sollen die Entlassungen zu Einsparungen in Höhe von 400 Millionen Dollar führen.

Goldman Sachs rät am Morgen zum Kauf von Biotechnologieaktien. Die Aktienkurse des Biotechnologiesektors seien gefallen, doch die Fundamentaldaten haben sich verbessert. Das makroökonomische Umfeld bleibe aber nach wie vor eine Herausforderung. Es wäre ein guter Zeitpunkt, Positionen aufzubauen, so die Analysten von Goldman Sachs.

Die Aktie von Medtronic dürfte heute leicht unter Druck geraten. Der weltgrößte Hersteller von Herzschrittmachern plant 20-jährige Anleihen im Wert von 1,5 Milliarden Dollar zu verkaufen. Die Anleihen können in Aktien umgewandelt werden. Mit den Einnahmen möchte Medtronic kurzfristige Kredite für Übernahmen tilgen. Das Papier tendiert vorbörslich 4,3 Prozent schwächer.

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