Abwartende Haltung
Condat weitet Verluste aus

Die vor der Übernahme durch den US-Halbleiterhersteller Texas Instruments stehende Condat AG hat im ersten Quartal 2002 ihren Verlust deutlich ausgeweitet.

Reuters BERLIN. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe sich auf 8,7 Millionen Euro von 1,9 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum erhöht, teilte der am Neuen Markt gelistete Anbieter drahtloser Kommunikationstechnologie am Donnerstag mit. Der Umsatz sei um 60,9 Prozent auf 2,5 Millionen Euro gefallen.

Die Geschäftsentwicklung wurde nach Angaben von Condat maßgeblich durch die abwartende Haltung potenzieller Kunden beeinflusst, die in Erwartung der Übernahme der Firma Vertragsabschlüsse auf die Folgeperioden verschoben hätten. Das Ebit sei von anhaltend hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie durch Anwalts- und Prüfkosten im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot belastet worden.

Wegen der Zurückhaltung der Kunden habe sich der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 52,6 Prozent auf 6,4 Millionen Euro verringert, teilte das Unternehmen weiter mit. Das Condat-Management geht indes nach eigenen Angaben davon aus, dass sich die Nachfrage nach erfolgreichem Abschluss der Übernahme wieder deutlich beleben wird. Die Annahmefrist für das Übernahmeangebot von Texas Instruments läuft bis zum 15. Mai.

Texas Instruments hatte Anfang März angekündigt, Condat für 108 Millionen Euro übernehmen zu wollen. Die beiden Unternehmen verbindet bereits seit 1997 eine enge strategische Partnerschaft.

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