Abwehr von Viren und Würmern kostet Zeit
Die PC-Industrie muss handeln

Sicher, die Werbung hat schon immer in die Irre geführt. Allen Beteuerungen der Anbieter zum Trotz war es noch nie so ganz einfach, einen PC zum Laufen zu bringen.

Doch früher galt: Wenn der Computer erst einmal funktionierte, dann blieb das auch so. Wer nichts mehr an seiner Maschine veränderte, musste sich in der Regel höchstens auf den einen oder anderen Systemabsturz einstellen.

Doch das waren noch harmlose Probleme im Vergleich zu den Herausforderungen, denen sich ein PC-Besitzer heute stellen muss. Wer sich in diesen Tagen zu Hause nicht permanent darum kümmert, seinen Computer gegen allerlei Viren und Würmer zu schützen, hat schnell verloren.

Das führt mitunter dazu, dass die Abwehr von Viren und Würmern mehr Zeit kostet, als private Nutzer tatsächlich im Internet surfen. Und wer sich erst infiziert hat, braucht oft Stunden, um die Maschine mit viel Mühe wieder in Gang zu setzen.

Keine Frage: Diese dauernde Bedrohung verleidet vielen Computerbesitzern die Freude am Internet. Zudem kostet sie einen Haufen Geld. Die Computerindustrie sollte deshalb in ihrem eigenen Interesse viel entschlossener handeln als bisher, um die Gefahren des Internets für Privatnutzer konsequent einzudämmen. Sonst könnte es sein, dass sich viele genervte Kunden erst einmal wieder abwenden.

Für die Branche wäre das ein herber Rückschlag, denn in den vergangenen zwei Jahren waren es vor allem Privatkunden, die das Geschäft getrieben haben, während Firmen kaum investierten. Mit den zweistelligen Wachstumsraten, von denen Zugangsanbieter, Computerhersteller und Softwareproduzenten derzeit profitieren, könnte es andernfalls schnell wieder vorbei sein.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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