Abzug aus Ramallah agbgeschlossen
USA drängen Israel zu weiteren Abzug-Schritten

Die USA haben den Abzug Israels aus der unter palästinensischer Verwaltung stehenden Stadt Ramallah im Westjordanland begrüßt, zugleich aber weitere Schritte zur Vervollständigung des Truppenabzugs aus den palästinensischen Ortschaften gefordert.

Reuters JERUSALEM. US-Außenminister Colin Powell sagte am Mittwoch in Washington, er hoffe nun auch auf einen Abzug der Soldaten aus Dschenin und Tulkarm im Westjordanland binnen der nächsten Tage. Zugleich richtete er an Palästinenser-Präsident Jassir Arafat den Appell, alles zu tun, um die seit 13 Monaten anhaltende Gewalt zu beenden.

Die israelischen Panzer und Mannschaftswagen waren in der Nacht zum Mittwoch aus Ramallah verschwunden. Die Panzer wurden jedoch in der Nähe der Ortschaft postiert. Arafat beklagte dies. "Sie haben gesagt, sie ziehen sich zurück. Aber sie haben es nicht getan. Sie haben die Panzer von einer Stelle zur anderen bewegt und leider die Belagerung damit verschärft." Israel hatte mehrere palästinensische Ortschaften besetzt, nachdem radikale Palästinenser erstmals einen israelischen Minister bei einem Attentat getötet hatten.

Der israelische Außenminister Schimon Peres erkärte vor Journalisten in Paris, er hoffe, dass sich die Armee bald auch aus den anderen Ortschaften im Westjordanland zurückziehen könne. Danach komme der Gaza-Streifen an die Reihe. Wenn die Waffenruhe halte, könnten auch die politischen Gespräche weitergehen, fügte Peres hinzu.

Im Blick auf seinen bevorstehenden Rede-Auftritt vor der UNO-Vollversammlung in New York am Sonntag sagte Arafat, er werde dort nicht einen unabhängigen Palästinenserstaat ausrufen. Dies sei bereits 1988 in Algier geschehen. Man könne den Palästinenserstaat schließlich nicht zwei Mal ausrufen.

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