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Ach so, na ja ich meine nur, das wäre ja… Weil Sie ja, weil Sie das verwundert.

Eigentlich müsste jetzt langsam alles vorbei sein in Sachen Wahl. Ist es aber nicht. Und weil wie Wellen so hoch schlagen, gibt es auch abseits der großen Blätter einige hübsche Fundstücke in Sachen Wahl-Kommentierung.

Eigentlich müsste jetzt langsam alles vorbei sein in Sachen Wahl. Ist es aber nicht. Und weil wie Wellen so hoch schlagen, gibt es auch abseits der großen Blätter einige hübsche Fundstücke in Sachen Wahl-Kommentierung.

Vom Wahlkampf sind ja auch viele exzellente Texte geblieben. Vom Wahlabend selbst auch. Und das nicht nur bei den wortgewaltigen Großen.

Zum Beispiel eine sehr schöne Sonderausgabe des Medienmagazins "V.I.S.D.P." zum Herunterladen. Lesenswert vor allem ein Tagebuch des 18. September. Oder das patzig wirkende Interview mit Dieter Weirich, dem Ex-Intendanten der Deutschen Welle:

"VISDP: Wie erklären Sie sich den Auftritt des Kanzlers in der Elefantenrunde?
Weirich: Man hätte "Keine Macht den Drogen" einblenden sollen."

Ohnehin: Die Elefantenrunde. Lautgeben versucht die komplette Abschrift zu erstellen. Ein erster Teil ist schon online und beweist: Fernsehen ist geschrieben manchmal viel lustiger als gesendet:

Brender: Herr Bundeskanzler…

Schröder: Is ja schön, dass Sie mich jetzt schon ansprechen. Find ich nett.

Brender: Sind Sie jetzt schon zurückgetreten oder was?

Schröder: Nein nein, überhaupt nicht Herr Brender, überhaupt nicht Herr Brender.

Brender: Ach so, na ja ich meine nur, das wäre ja…Weil Sie ja, weil Sie das verwundert.

Schröder: Ja ja, ich frage ja nur.

Brender: Also ich sage noch mal: Herr Bundeskanzler, das sind Sie ja noch, bis zur Neuwahl eines Neuen…

Schröder: Das bleibe ich auch. Auch wenn Sie da gegen arbeiten.

Brender (stockt): Ob wir da gegen arbeiten? Sie haben von Medienmacht und Medienkampagne geredet…

Schröder: Zu Recht wie ich finde, zu Recht wie ich finde.

Brender: Ich weise darauf hin, dass ARD und ZDF das nicht vorzuwerfen ist.

Schröder (wiegt den Kopf abschätzend hin und her).

Brender: Nicht alles was Ihnen passt…

Schröder: Der eine sieht es so und der andere sieht es so, Herr Brender.

Brender: Nicht alles was Ihnen nicht passt ist Medienkampagne.

Von der Tann (wacht auf, schaltet sich ein): Also das ist schon eine starke Beschuldigung.

Vielleicht findet sich ja noch ein Sponsor, um Lautgeben eine Stenotypistin zu finanzieren, damit dieses gesamte Stück Polit-Geschichte dokumentiert werden kann.

Wer es lieber in bunten Bilder mag: Es gibt jetzt auch noch den Asterix zu Wahl. Hier zum runterladen.

(gefunden im Lummaland)

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