Achleitner "Das tatsächliche Ausmaß fällt hoffentlich geringer aus"
Allianz erwartet keine zusätzliche Schadensbelastung

dpa-afx MÜNCHEN. Der größte deutsche Versicherungskonzern Allianz erwartet nach den Terroranschlägen in den USA keine weiteren Steigerungen der Schadensmeldungen. Über die bereits angekündigte Summe von einer Milliarde Euro hinaus werde für die Allianz nicht mit einer weiteren Schadensbelastung gerechnet, sagte Allianz-Finanzvorstand Paul Achleitner der "tageszeitung" (Dienstagausgabe). "Das tatsächliche Ausmaß fällt hoffentlich geringer aus."

Nach Ansicht von Achleitner sollten die Versicherer von Flugzeugen künftig nur noch einen "ökonomisch vernünftigen Sockelbetrag" abdecken. Bei "außergewöhnlichen, unkalkulierbaren Schadensfällen wie etwa Terroranschlägen" sollte der Staat die Deckung übernehmen, sagte Achleitner der "taz". Die Terroranschläge in den USA hätten gezeigt, dass die Auswirkungen von Anschlägen ins "Unermessliche" steigen könnten. Ökonomisch kalkulierte Versicherungsprämien seien deshalb von niemanden mehr bezahlbar.

Die Allianz hatte wegen der Milliardenschäden auf Grund der Terroranschläge in den USA zwei Mal innerhalb weniger Tage die Gewinnprognose gesenkt. In Folge der Schäden erwartet die Allianz einen Einbruch des Jahresüberschusses 2001 voraussichtlich von 2,4 auf 1,7 Mrd. ?. Kurz nach den Anschlägen hatte die Allianz einen Rückgang auf 2,0 Mrd. ? angekündigt. Vor den Ereignissen hatte der Konzern einen Gewinnanstieg auf 2,7 Mrd. ? (5,28 Mrd DM) erwartet.

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