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Acht Festnahmen nach Djerba-Anschlag

Sieben Monate nach dem tödlichen Anschlag auf eine Synagoge auf der tunesischen Ferieninsel Djerba sind in Frankreich acht Verdächtige festgenommen worden.

HB/dpa PARIS. Dies teilte das französische Innenministerium am Dienstag mit. Bei der Explosion eines mit Gasflaschen beladenen Lastwagens vor der Synagoge waren am 11. April 19 Menschen, darunter 14 deutsche Touristen, getötet worden. Weitere 17 Menschen erlitten zum Teil schwerste Verbrennungen. Zu dem Anschlag auf die berühmte La-Ghriba-Synagoge hatte sich später die Terrorgruppe El Kaida von Osama bin Laden bekannt.

Die Verdächtigen gingen den Sicherheitsbehörden in einem Vorort von Lyon ins Netz. Nach Angaben des Ministeriums wurden Papiere sicher gestellt, die anscheinend "in direktem Bezug zum Attentat stehen". An der Aktion waren die nationale Polizei sowie der Spionageabwehrdienst beteiligt. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Der mutmaßliche Attentäter Nizar Ben Mohammed Nawar, der den Lastwagen gefahren hatte, kam bei dem Anschlag ums Leben. Die Familie des Tunesiers lebt in der Region von Lyon. Bei dem Anschlag waren außer den Deutschen, drei Tunesier, ein Franzose und ein Frankotunesier ums Leben gekommen.

Die tunesischen Behörden hatten nach dem Attentat zunächst hartnäckig an der Version eines Unfalls festgehalten. Ende Juni hatte das arabische Fernsehen El Dschasira ein Tonband abgespielt, auf dem nach Angaben des Senders El-Kaida-Sprecher Suleiman Abu Gheith erklärte, dass ein junger Mann der El Kaida den Terroranschlag verübt habe, weil er die Opfer in Palästina nicht mehr ertragen habe.

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