Acht Grundstücke sollen verkauft werden
Walter Bau will Inlandsgeschäft drastisch reduzieren

Über die anstehende Fusion mit der Dyckerhoff & Widmann AG (Dywidag), München, will die angeschlagene Walter Bau-AG, Augsburg, ihre Ertragskraft "nachhaltig verbessern" und dazu vor allem das Inlandsbaugeschäft drastisch herunterfahren. Die neue Strategie sehe vor, dass die Inlandsbauleistung in den kommenden Jahren um 30 % gekürzt werde, teilte Walter Bau am Dienstag in München mit.

vwd AUGSBURG. Deshalb würde auch die Zahl der Mitarbeiter "über die bisherigen Planungen hinaus" reduziert. Durch die Zusammenlegung der Hauptverwaltungen von Dywidag und Walter Bau sowie eine Straffung weiterer Niederlassungen sollen etwa 1 000 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Gemessen am Umfang seiner Inlandsaktivitäten ist der entstehende Konzern aus Walter und Dywidag momentan Deutschlands aktivstes Bauunternehmen. Mit der Einschränkung der Inlandsbautätigkeit soll es nun auch wieder mehr Gewinne erwirtschaften, hieß es weiter. Walter wolle sich auf "besonders geeignete, erfolgversprechende Projekte" konzentrieren und selbst bei anhaltend negativer Baukonjunktur in Deutschland "positive Geschäftsbeiträge" erzielen.

Neben einer Stärkung des Auslandsengagements sollen nun die Tochtergesellschaften und "Nischensegmente" ausgebaut werden. Von der Dywidag-Marktposition in der Sparte Vorspann- und Geotechnik erwartet sich der Konzern nach der Verschmelzung Vorteile. Auch der Verkehrswegebau soll besonders im Bereich Flughäfen vorangetrieben werden. Der Verkauf von nicht benötigten Grundstücken soll Walter Bau finanziell Luft verschaffen, um künftig doppelt so viele neue Projekte zu entwickeln wie bisher.

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