Acht Milliarden Münzen schlummern in den Haushalten
Bankenverband kritisiert Euro-Informationskampagnen

Die "Schlafmünzen"-Aktion der Banken und Sparkassen zum Einsammeln der in deutschen Haushalten schlummernden Geldbestände ist bisher noch nicht auf den gewünschten Widerhall gestoßen.

14.05.2001 afp BERLIN. Der Auftakt sei "langsam und schleppend" verlaufen, sagte Andreas Goralczyk vom Bundesverband deutscher Banken (BdB) am Montag in Berlin der Nachrichtenagentur AFP. "Es könnte besser laufen." Kritik übte der Euro-Experte des BdB an den Informationskampagnen für die Einführung der Gemeinschaftswährung. Diese hätten "noch nicht richtig Tritt" gefasst.

"Die breite Bevölkerung wird von den Kampagnen nicht richtig vom Stuhl gerissen. " Dies gelte auch für die "Schlafmünzen"-Kampagne. Beim Bürger sei noch nicht angekommen, dass er sich viel Ärger spare, wenn er jetzt sein Geld zur Bank bringe.

Mit der am 4. Mai gestarteten Aktion "Her mit den Schlafmünzen" wollen Banken und Sparkassen schon im Vorfeld der Euro-Einführung die in den Haushalten gehorteten Bargeldbestände in Mark und Pfennig einsammeln. Bundesbürger können dabei noch bis zum 27. Mai kostenlos ihre gehorteten Münzen und Scheine bei den Kreditinstituten einzahlen.

Damit soll vermieden, dass erst mit der Euro-Einführung Anfang kommenden Jahres die Menschen zu den Banken stürmen und ihre Bargeldbestände in Euro und Cent tauschen wollen. Dies würde die Banken überfordern. In deutschen Haushalten "schlummern" in Flaschen, Spardosen und Sparstrümpfen etwa acht Milliarden Münzen und zahlreiche Geldscheine.

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