Acht Prozent mehr Umsatz
Ergebnis bei Daimler-Chrysler geht um 49 % zurück

Durch hohe Verluste in Nordamerika ist das Betriebsergebnis des Autokonzerns DaimlerChrysler im vergangenen Jahr um 49 % gesunken. Bereinigt um Einmaleffekte liegt der Gewinn aus dem operativen Geschäft für 2000 bei 5,2 Mrd. Euro (10,2 Mrd. DM). Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

dpa STUTTGART. Auf seiner jüngsten Sitzung beschloss der Vorstand, dem Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 2,35 Euro je Aktie vorzuschlagen. Das ist der gleiche Betrag, der auch für 1999 gezahlt wurde.

Einschließlich der Einmaleffekte - dazu zählen Einnahmen aus dem Börsengang des europäischen Raumfahrtkonzerns EADS und aus dem Teilverkauf des debis Systemhauses - ging der Betriebsgewinn bei DaimlerChrysler um lediglich elf Prozent auf 9,8 Mrd. Euro zurück.

Der Jahresüberschuss des Konzerns stieg um 37 % auf 7,9 Mrd. Euro. Werden die Einmaleffekte dabei nicht berücksichtigt, ist allerdings ein deutlicher Rückgang von 44 % auf 3,5 Mrd. Euro zu verzeichnen.

Wie bereits berichtet konnte der Autohersteller seinen Umsatz um acht Prozent auf 162,4 Mrd. Euro steigern. Auf vergleichbarer Basis liege das Plus sogar bei zwölf Prozent, hieß es.

Auf dem nordamerikanischen Markt und dort vor allem bei Chrysler waren im zweiten Halbjahr 2000 hohe Verluste aufgelaufen. Der neue Chrysler-Chef Dieter Zetsche hatte angekündigt, in drei Jahren 26 000 Stellen abzubauen, sechs Werke sollen stillgelegt werden. Der Jahresabschluss wird dem Aufsichtsrat des Konzerns am 23. Februar zur Zustimmung vorgelegt. Drei Tage später - am Rosenmontag - will das Unternehmen Details der Zahlen und des Sanierungsplans für Chrysler der Öffentlichkeit vorstellen.

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