Acht Standorte werden verkauft oder geschlossen
Deutsche Bahn streicht 5 900 Arbeitsplätze

Die Deutsche Bahn AG will bis Ende 2003 bundesweit 5900 Arbeitsplätze in ihren Ausbesserungswerken streichen, erklärte das Unternehmen am Dienstag nach einer Sitzung des Bahnvorstandes in Berlin. Damit bestätigte das Unternehmen einen Bericht des "Handelsblatt " , wonach die Bahn acht von 18 Standorten aufgeben will. Die vor allem in den neuen Bundesländern gelegenen Werke sollten wegen Überkapazitäten verkauft werden oder ersatzlos wegfallen, hieß es.

afp/ap BERLIN. Für die betroffenen Mitarbeiter solle "nach alternativen Beschäftigungen" gesucht werden. Mit Gewerkschaften und Betriebsräten werde über möglichst sozialverträgliche Regelungen geredet. Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig hatte vor der Vorstandssitzung brieflich eine sozialverträgliche Regelung angemahnt.

Die Deutsche Bahn begründete ihre Entscheidung damit, dass die technischen Kapazitäten der Instandhaltungswerke heute bereits nur zu 57 % ausgelastet seien. Die Investitionen in neue Fahrzeuge in Höhe von 8,5 Mrd. DM (4,25 Mrd. Euro) bis 2005 werde den Wartungsaufwand und Instandhaltungsbedarf verringern. "Ohne Anpassungsmaßnahmen würde die Nutzung der technischen Kapazitäten der Werke, die heute schon überdimensioniert sind, auf 30 % in 2005 absinken, in Einzelbereichen sogar auf rund 20 % - und das bei Fixkosten im zweistelligen Millionen-Bereich pro Werk", hieß es in der Pressemitteilung.

Bis Ende dieses Jahres sollen die Werke in München-Neuaubing, Leipzig-Engelsdorf und Neustrelitz geschlossen werden. Bis Ende 2002 folgt Delitzsch; bis Ende 2003 schließen auch Nürnberg, Opladen, Chemnitz und Zwickau ihre Tore. Für das Werk Stendal steht die Bahn in Verhandlungen mit dem Land und Partnern, um den Standort in großen Teilen zu erhalten.

Derzeit unterhält die Bahn 122 Werke und Werkstätten mit fast 23 000 Mitarbeitern für Wartung und Instandhaltung. Je nach Laufleistung werden die Fahrzeuge der Bahn alle vier bis acht Jahre generalüberholt.

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