Achtelfinale ist das Minimalziel
Polens Traum von der Neuauflage einer großen Ära

Der polnische Fußball-Verband träumt noch heute von den fetten Jahren, als die Nationalmannschaft der Weltelite das Fürchten lehrte. Nach einem 16-jährigen Dornröschenschlaf wollen die Rot-Weißen nun wieder alte Qualitäten aufleben lassen.

dpa HAMBURG. Zwei Mal-1974 in Deutschland, 1982 in Spanien- wurde Polen WM-Dritter. Spieler wie Szarmach, Gadocha, Lato, Deyna, Kasperczak, Buncol oder Boniek standen für einen Offensiv-Fußball bester Güte, der selbst die Brasilianer in die Schranken wies. Nach drei verpassten WM-Endrunden wollen die Rot-Weißen nun wieder an alte Qualitäten anknüpfen.

Minimalziel beim Weltcup in Südostasien ist das Erreichen des Achtelfinales. Als Rivalen in der Gruppe D warten Gastgeber Südkorea, die USA und Portugal auf das Team von Trainer Jerzy Engel. Die Polen bezeichnen die Aufgabe als lösbar und sehen sich hinter den favorisierten Portugiesen als zweitstärkstes Team.

Hoffnungsträger Nummer eins im Nationalteam ist ein Nigerianer. Stürmer Emmanuel Olisadebe, der vor zwei Jahren in einem von Staatspräsident Aleksander Kwasniewski unterstützten Eilverfahren eingebürgert wurde, ist die "Torfabrik" der Mannschaft. "Ohne Olisadebe wäre Polen nicht bei der WM", betonte Ex-Nationalspieler Zbigniew Boniek. Mit acht Toren in der Qualifikation schoss er Polen fast im Alleingang zur Endrunde.

Die Nationalmannschaft setzt sich überwiegend aus Legionären zusammen. In Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Österreich, Griechenland, Israel, Norwegen und Italien gehen die Profis ihrer Arbeit nach. Trainer Engel baut auf seine "Deutschen". Tomasz Hajto, Tomasz Waldoch (beide Schalke 04), Radoslaw Kaluzny (Energie Cottbus) und Thomasz Klos (1. FC Kaiserslautern) sind erste Wahl.

Deutsche Bilanz gegen Polen: 14 Spiele - 10 Siege, 4 Unentschieden, 26:7 Tore.

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