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Achterbahnfahrt

Gestern hoch - heute runter! Sowohl Dow Jones Index als auch der Nasdaq Composite rasen mit Höchstgeschwindigkeit in die Tiefe. Die Gewinne von gestern sind wieder dahin. Während der Index der 30 Standardwerte 1,8 Prozent verliert, gibt der Technologieindex sogar über vier Prozent ab. Grund für die schwachen Kurse sind zahlreiche Negativmeldungen. Palm, Nortel Networks, Biogen und Disney sorgen für schlechte Nachrichten.

An der Wall Street begrenzen nur Johnson & Johnson, Merck und Mc Donald?s die Kursverluste. Im Nasdaq Index können vor allem Paychex, Fiserv, Abgenix, Human Genome und Bed Bath Beyond zulegen.

Für Spannung sorgte heute der Börsengang von Lucents Halbleiter- und Glasfasersparte Agere Systems. Nachdem Lucent den Börsengang in der vergangenen Woche noch wegen der schwachen Marktlage verschoben hatte, war es heute soweit. Obwohl die jüngste Gewinnwarnung des Konkurrenten Nortel Networks einen negativen Börsenstart vermuten ließ, kann sich Agere behaupten.

Der Markt wird von Nortels Gewinnwarnung überschattet. Bereits zum dritten Mal in diesem Quartal warnt Nortel vor enttäuschenden Quartalszahlen. Statt des bisher prognostizierten Verlustes von vier Cents je Aktie erwartet das Unternehmen ein Minus von bis zu zwölf Cents pro Aktie. Neben der abkühlenden US-Konjunktur sind Preiskämpfe auf dem Telekommunikationsmarkt für die ernüchternde Geschäftsentwicklung verantwortlich. Nortel verliert im Handelsverlauf über 17 Prozent an Wert. Auch der Konkurrent Qualcomm notiert äußerst schwach. Außerdem liegt ADC Telekommunications, die den Markt heute ebenfalls mit einer Gewinnwarnung schockten, mit einem Minus von über 15 Prozent in der Verlustzone.

Zu den Top-Verlierern gehörten im Handelsverlauf Palm und Handspring. Palm enttäuschte die Anleger heute mit einem Quartalsverlust von acht Cents je Aktie. Rückläufige Quartalszahlen und zunehmende Konkurrenz hatten das Ergebnis belastet. Das Unternehmen wird von den Brokerhäusern Goldman Sachs und Robertson Stephens abgestuft und verliert über 45 Prozent an Wert. Der Konkurrent Handspring wird mit in den Keller gezogen.

Den Mediensektor versorgen heute Walt Disney und AOL Time Warner mit Negativmeldungen. AOL Time Warner rechnet im ersten Quartal mit hohen außerordentlichen Kosten. Unternehmensmeldungen zufolge erlitten die getätigten Investitionen aufgrund der schwachen Aktienmärkte einen Wertverlust von 300 Millionen Dollar. Walt Disney wird 4000 Arbeitsplätze abbauen, um den sinkenden Unternehmenserträgen entgegenzuwirken. Der Stellenabbau soll zu jährlichen Einsparungen in der Spanne von 350 bis 400 Millionen Dollar führen. Außerdem sollen dem Wall Street Journal zufolge, Rechte an Zeichentrickfilmen an internationale Fernsehsender verkauft werden. Beide Medienaktien notieren im Minus, während das B2B Unternehmen Purchase Pro von den Nachrichten über einen Kooperationsvertrag mit AOL profitiert und leichte Kursgewinne verzeichnen kann.

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