Acrylamid entsteht beim Erhitzen
Bundesinstitut: Kein Lebensmittelskandal

Hinter dem in Chips, Cornflakes, Pommes frites und Knäckebrot nachgewiesenen Giftstoff Acrylamid steckt nach Ansicht des Bundesinstitutes für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BVGG) kein weiterer Lebensmittelskandal.

dpa BERLIN. "Wenn Sie zu Hause Bratkartoffeln machen, kann das auch passieren", sagte die stellvertretende Institutsleiterin, Ursula Gundert-Remy, am Mittwoch in einem Gespräch.

Mehrere europäische Studien hatten den Stoff in Lebensmitteln nachgewiesen. Ende April hatten schwedische Behörden vor Acrylamid in Kartoffelprodukten gewarnt.

"Acrylamid entsteht beispielsweise beim Frittieren, Rösten und Backen nur bei Lebensmitteln mit Stärke", erklärte Gundert-Remy. In diesem Zusammenhang könne aber nicht von einem Skandal gesprochen werden. "Es ist weder etwas Verbotenes gemacht worden noch kann von Schlamperei die Rede sein."

Acrylamid wird in der Industrie zur Herstellung von Kunststoff eingesetzt. In Tierversuchen wurde eine Gen verändernde und eine Krebs verursachende Wirkung des Stoffes nachgewiesen.

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