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Acrylamid: Risiko lässt sich leicht reduzieren

Das giftige Acrylamid gilt als Krebs erregend und Erbgut verändernd. Jeder Verbraucher kann sein Risiko jedoch selbst vermindern.

dpa HAMBURG. Acrylamid wurde in gebratenen, gebackenen und frittierten Lebensmitteln gefunden, nicht jedoch in gekochten. Allein durch Verzicht auf Pommes frites, Biskuits, Cracker und Kartoffelchips ließe sich die Aufnahme drastisch reduzieren, schreibt das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz (BgVV) in Berlin.

Das BgVV veröffentlichte die in Schweden gefundenen Acrylamid- Höchstwerte in verschiedenen Lebensmitteln: Demnach steckten in einer 200-Gramm-Tüte Kartoffelchips bis zu 460 Millionstel Gramm (Mikrogramm). Relativ viel Acrylamid fand sich auch in Pommes frites mit bis zu 260 Mikrogramm pro Portion (236 Gramm) sowie in Biskuits und Crackern mit maximal 130 Mikrogramm pro 200-Gramm-Tüte. Brot enthielten dagegen nur bis zu zwölf Mikrogramm Acrylamid pro täglicher Portion (205 Gramm).

Erwachsene und Kinder, die täglich Pommes frites, Kartoffelchips, Biskuits und Cracker essen, können nach Berechnungen des BgVV ihre Acrylamidbelastung um das Fünf- bis Sechsfache reduzieren, wenn sie dieselben Mengen der Produkte nur noch einmal pro Woche verzehren. Das BgVV wies jedoch darauf hin, dass die Berechnungen nur für den gemessenen Höchstwert bei den genannten Lebensmitteln gälten. Es sei davon auszugehen, dass in vielen Produkten wesentlich geringere Mengen Acrylamid zu finden seien, sagte BgVV-Sprecherin Irene Lukassowitz.

Im Trinkwasser darf laut BgVV nur 0,1 Mikrogramm Acrylamid pro Liter vorhanden sein. Aus Lebensmittel-Verpackungen darf nicht mehr als zehn Mikrogramm pro Kilogramm Nahrung entweichen. Die Industrie verwendet Acrylamid unter anderem zur Herstellung von Harzen und Lacken.

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