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Adac: Hälfte der Geisterfahrer fährt bewusst falsch

Die Hälfte aller Geisterfahrer sind nach Expertenaussage bewusst in die falsche Richtung unterwegs. Aus verschiedenen Untersuchungen unter anderem des Bundesamtes für Straßenwesen gehe hervor, dass die Geisterfahrer in vollem Wissen wendeten.

dpa MÜNCHEN. Die Hälfte aller Geisterfahrer sind nach Expertenaussage bewusst in die falsche Richtung unterwegs. Aus verschiedenen Untersuchungen unter anderem des Bundesamtes für Straßenwesen gehe hervor, dass die Geisterfahrer in vollem Wissen wendeten.

Das sagte die Adac-Verkehrsexpertin Jolanta Tober in einem dpa-Gespräch. "Zu wenig Sprit, einen Scheibenwischer verloren, den Regenschirm am Rastplatz vergessen", all das hätten Autofahrer später bereits als Gründe genannt, sagt die Ingenieurin und Referentin für Straßen- und Verkehrsplanung beim Adac. "Der Autofahrer denkt: Es ist ja nur ein ganz kurzes Stück, das wird schon gehen - und dann wird gewendet."

Eine Vielzahl von Falschfahrten geschehe aber auch versehentlich durch Unaufmerksamkeit, erläutert Tober. Stress, Dunkelheit, aber auch schlechte Wetterbedingungen wie Nebel, Regen oder Schneefall könnten dazu führen, dass Autofahrer die Orientierung verlieren und auf der falschen Fahrbahnseite landen.

Ältere Autofahrer seien hier nicht besonders gefährdet. "Es geht quer durch die Altersgruppen", unterstrich sie. Am vergangenen Sonntag waren bei München auf der Autobahn A acht in Richtung Stuttgart vier Menschen gestorben, als ein 80 Jahre alter Autofahrer wendete. Er war in die falsche Richtung geraten.

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