Adamkus führt bei litauischen Präsidentwahlen
In Litauen wird Stichwahl notwendig

In Litauen muss eine Stichwahl über den zukünftigen Präsidenten entscheiden. Dabei werden nach am Montagmorgen veröffentlichten Ergebnissen Amtsinhaber Valdas Adamkus und der ehemalige Ministerpräsident Rolandas Paksas aufeinander treffen.

HB/dpa VILNIUS. Adamkus erreichte in der ersten Runde der Präsidentenwahlen etwa 35 % der Stimmen, gefolgt von Paksas mit gut 20 %, teilte die Wahlkommission in Vilnius mit, nachdem Ergebnisse aus etwa drei Viertel aller Wahllokale vorlagen.

Damit verfehlten beide Kandidaten offensichtlich die im ersten Wahlgang erforderliche absolute Mehrheit und müssen am 5. Januar bei einer Stichwahl antreten. Der Drittplatzierte, Parlamentspräsident Arturas Paulauskas, wies mit knapp 9 % der Stimmen bereits einen deutlichen Rückstand auf. Insgesamt bewarben sich 17 Kandidaten für das Amt des litauischen Präsidenten. Vorläufige Endergebnisse wurden für Montagvormittag erwartet.

Präsident Adamkus zeigte sich in der Wahlnacht optimistisch. "Ich bin zuversichtlich, dass mir die Bürger die Möglichkeit geben, meine vor fünf Jahren begonnene Arbeit zu beenden", sagte der parteilose 76-Jährige. Adamkus geht als Favorit in den Stichentscheid, da sich die meisten der unterlegenen Kandidaten für ihn aussprechen wollen.

Parallel entschieden die gut 2,6 Millionen Stimmberechtigten in dem baltischen Staat, der im Jahr 2004 der EU und Nato beitreten soll, auch über die Neubesetzung ihrer Kommunalvertretungen. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission bei beiden Entscheiden mit unter 60 % überraschend niedrig.

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