Adidas-Salomon-Aktie verliert
Dax liegt weiter im Minus

D ie deutschen Aktien am Neuen Markt haben am Mittwoch im Handelsverlauf ihre Talfahrt beschleunigt. Der Nemax 50 büßte bis 12.00 Uhr 2,71 % auf 1 829,85 Zähler ein. Der Dax verlor 1,10 % auf 6 040,83 Punkte. Der M-Dax gab 0,26 % auf 4 592,81 Punkte ab.

dpa-afx/vwd FRANKFURT. Aus technischer Sicht sei die Marke von 6 100 Punkten wichtig, so Händler. Nachdem diese Marke nicht gehalten habe, läge eine weitere starke Unterstützungen bei und 6 032 Stellen. Sollte der Durchbruch durch die 6 000er-Marke erfolgen, könnten Tiefs im Bereich 5 830/40 gesehen werden. Im Dax stehen 25 Verlierer fünf Gewinnern gegenüber.

Angeführt wird die Kursschwäche von den Technologieaktien, die sich in ganzer Breite unter Druck zeigen. Der Sektor gibt 1,9 % ab. Hauptverlierer sind Infineon mit einem Minus von 3,6 % auf 45,53 Euro. Auch SAP, Siemens, und Telekom geben im Schnitt zwei Prozent nach. Als Grund nennen Händler den verhaltenen Ausblick von Cisco am Vorabend und die als Gewinnwarnung gewerteten Äußerungen von National Semiconductor in den USA.

Abwärtstrend wird durch schwache Industrieproduktion verstärkt

Verstärkt worden ist der Abwärtstrend durch die deutlich schwächer als erwartet ausgefallenen Daten zur deutschen Industrieproduktion im März. Als "erschreckende Nachricht" bezeichnen Händler den Datenkrnaz. "Das ist niederschmetternd," Damit stünden nun auch die Gewinnprognosen der Unternehmen für das zweite Quartal auf dem Prüfstand, und - sollte es im April keine Besserung gegeben haben - auch die Gewinne des dritten Quartals. Dabei schlage wohl der höhere Ölpreis und der starke US-Dollar durch. "Die Unternehmen kaufen derzeit so wenig wie möglich ein", meint der Experte. Eigentlich sollte das Grund für Zinssenkungsfantasien sein, aber die EZB habe sich solchen Hoffnungen bereits wiederholt widersetzt.

Da ein Pilotenstreik am Donnerstag nach den gescheiterten Tarifgesprächen bei Lufthansa immer wahrscheinlicher wird, sehen Händler das Unternehmen unter Druck. "Die Einigung wird teuer", so ein Marktteilnehmer. Ein Streik bei den traditionell als zuverlässig geltenden Deutschen sei aber darüber hinaus auch imageschädigend. Die Kursgewinne der Vortage, die auf der Hoffnung auf eine schnelle Einigung basierten, schmelzen dahin. Lufthansa sinken um 2,9 % auf 21,49 Euro. adidas-Salomon sinken nach Gerüchten um einen Einstieg der Schuhhersteller bei Bayern München um 3,1 % auf 67,16 Euro. Bei Schering wirken die positive Nachricht des Vortages über die Neuzulassung eines Krebsmedikaments in den USA noch nach. Schering notieren um 1,5 % verbessert bei 56,66 Euro.

Die Neuzusammensetzung der Indizes sorgt für Wirbel im MDax. Zudem haben viele Unternehmen Zahlen vorgelegt. Der Index hält sich mit Minus 0,3 % auf 4 592 Stellen im Vergleich zum großen Bruder wacker. Der Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse hat die Zusammensetzung des Dax vorerst nicht verändert. Die Entscheidung über die Dax-Nachfolge für die Dresdner Bank im Zuge der Übernahme durch die Allianz fällt erst nach Vorliegen des Übernahmeangebotes. "Das belastetet MLP", kommentieren Händler die Entscheidung. MLP sei übereinstimment als Nachfolger der Dresdner Bank gehandelt worden, heißt es. Der Wert gibt 1,6 % auf 121,30 Euro ab und erholt sich damit von den Tagestiefs, die um 115 Euro lagen.

Deutsche Börse-Aktie gibt nach

Im M-Dax werden Deutsche Börse Holzmann ersetzen, die in den S-Dax wandern. Die Aufnahme der Deutschen Börse erfolgt auf Basis der Fast-Entry-Regelung. Nachdem die Deutsche Börse "sich selbst" in den M-Dax aufgenommen hat, sinken die Kurse. "Das war erwartet worden und ist daher schon großteils eingepreist", so ein Händler. Der Wert verliert 0,8 % auf 387,06 Euro, wa Händler als Gewinnmitnahmen werten. Nach unten geht es auch bei Holzmann, die in den Vortagen gut gelaufen sind. Holzmann sinken um 2,6 % auf 18,70 Euro.

Nach den Zahlen zum ersten Quartal sind Krones unter Druck geraten. "Eigentlich sind die Daten ganz in Ordnung, aber eben auch nicht berauschend", so ein Händler. Im derzeit angeschlagenen Umfeld reiche das aber bereits, um Kursrückgägne auzulösen. Die Aktien fallen um vier Prozent auf 38,30 Euro. Der Neue Markt notiert ebenfalls schwächer, der Nemax 50 gibt 2,9 % ab. Sowohl der Nasdaq - als auch der S&P-Future tendieren negativ. Die Feinunze Gold wurde am Vormittag in London mit 265,20 $ gefixt. Von der Schwäche der Aktienmärkte profitieren die Renten, die sich nach unverändertem Start verbesseren.

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