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adidas strebt 2006 zweistelliges Umsatzwachstum in Nordamerika an

Europas größter Sportartikelkonzern adidas-Salomon will auf dem Heimatmarkt des amerikanischen Branchenprimus Nike wieder deutlich wachsen und setzt dabei verstärkt auf Fußball.

dpa-afx HERZOGENAURACH. Europas größter Sportartikelkonzern adidas-Salomon will auf dem Heimatmarkt des amerikanischen Branchenprimus Nike wieder deutlich wachsen und setzt dabei verstärkt auf Fußball.

2006 solle der Umsatz auf dem weltweit wichtigsten Sportartikelmarkt zweistellig steigen, sagte Konzernchef Herbert Hainer am Dienstag beim Investorentag in Herzogenaurach. "Schon 2005 können wir eine deutliche Umsatzverbesserung erwarten", sagte Hainer. Erwartet werde ein Zuwachs im mittleren einstelligen Bereich.

Dazu beitragen soll das Geschäft mit Fußballartikeln. Der für das US-Geschäft zuständige Vorstand Erich Stamminger gab einen Sponsorenvertrag für den Profifußball in den USA mit einer Laufzeit von zehn Jahren bekannt. Das im Dax notierte Unternehmen wird ab nächster Saison Exklusivrechte für Markenkleidung und-ausrüstung in der Major League Soccer (MLS) mit ihren zwölf Mannschaften besitzen. Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" hat das Geschäft ein Volumen von mehr als 100 Mill. Dollar. Ein Unternehmenssprecher wollte dies auf Anfrage nicht bestätigen.

adidas hatte sich in den USA einen harten Preiskampf mit Branchenprimus Nike geliefert. Im zweiten Quartal 2004 erzielte das fränkische Traditionsunternehmen erstmals seit vier Quartalen wieder ein währungsbereinigtes Umsatzplus.

Fussballgeschäft Boomt

Unterdessen erhöhte das fränkische Traditionsunternehmen zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Umsatzprognose für das weltweite Geschäft mit Fußballartikeln. "Ich kann bestätigen, dass der Fußball-Umsatz in diesem Jahr mehr als 900 Mill. Euro betragen wird", sagte Stamminger. Der weltweite Marktanteil werde sich damit auf 35 Prozent erhöhen. Erst im Juni hatte adidas während der Europameisterschaft in Portugal einen Rekordumsatz von mehr als 850 Mill. Euro angekündigt.

Wie Konzernchef Hainer sagte, will der Konzern bis 2006 eine Umsatzrendite von zehn Prozent erzielen. "Das ist ein realistisches und erreichbares Ziel." 2003 hatte die Rendite 7,8 Prozent betragen.

Höhere Dividendenquote

Außerdem stellte Hainer den Aktionären eine höhere Dividendenausschüttung in Aussicht. Erwogen werde eine Erhöhung der Ausschüttungsquote auf 15 bis 25 Prozent des Gewinns. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Bislang hatte der Konzern einen Bandbreite von 15 bis 20 Prozent geplant, bei einem anhaltend guten Geschäft aber eine Anhebung auf mehr als 20 Prozent erwogen. 2003 hatte adidas eine Dividende von 1,00 Euro gezahlt, rund 17 Prozent des Überschusses in Höhe von 260 Mill. Euro.

Der Konzerngewinn soll früheren Konzernangaben zufolge 2004 um etwa 20 Prozent zulegen. Außerdem soll der um Währungseffekte bereinigte Konzernumsatz um etwa fünf Prozent steigen.

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