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adidas streicht 160 Stellen bei Salomon - Produktionsverlagerung

Europas größter Sportartikelhersteller adidas-Salomon streicht am Stammsitz seiner schwächelnden Outdoor-Sparte Solomon im französischen Annecy fast jede zehnte Stelle.

dpa-afx HERZOGENAURACH. Europas größter Sportartikelhersteller adidas-Salomon streicht am Stammsitz seiner schwächelnden Outdoor-Sparte Solomon im französischen Annecy fast jede zehnte Stelle. 160 der 1 700 Jobs sollen in den nächsten beiden Jahre wegfallen, teilte das Unternehmen am Montag in Herzogenaurach mit. Der Stellenabbau solle "so sozialverträglich wie möglich" erfolgen. Angaben zu den Kosten lehnte eine Konzernsprecherin auf Anfrage ab.

Hintergrund für den Stellenabbau sind mehrere Produktionsverlagerungen. Salomon wird den Angaben zufolge den Anteil der Skiproduktion in Frankreich bis 2007 von derzeit 55 auf 35 Prozent reduzieren. Dies erfolge vor allem durch die Verlagerung nach Rumänien, hieß es. Zusätzlich sollen bestimmte Produktbereiche wie Snowboards und Inline-Skates zum Teil nach China ausgelagert werden.

Kein Verkauf

"Ziel ist es, die Profitabilität zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern", sagte die Konzernsprecherin. Pläne für einen Verkauf von Salomon, das zu den führenden Wintersportmarken gehört, gebe es nicht.

Salomon hatte im vergangenen Jahr die Erwartungen im Wintergeschäft nicht erfüllt und 2003 einen Umsatzrückgang um fast vier Prozent auf 658 Mill. Euro verzeichnet. Adidas erwog deshalb seit längerem, Produktionen aus Frankreich zu verlagern, um die Kosten zu drücken. Trotz mehrerer Kaufanfragen für Salomon, darunter von einer US-Inmvestmentfirma, schloss Konzernchef Herbert Hainer zuletzt einen Verkauf aus.

Aktie Verliert Nach Herabstufung

Adidas hatte die französische Salomon-Gruppe mit Sitz in Annecy 1997 gekauft. Seitdem führt das Unternehmen den Namen adidas-Salomon. Weltweit beschäftigt Salomon mehr als 2 800 Mitarbeiter.

Die adidas-Aktie verlor am Nachmittag 1,06 Prozent auf 119,10 Euro und gehörte damit zu den größten Verlierern im Dax . Der Leitindex legte gleichzeitig um 0,89 Prozent auf 4 219,37 Punkte zu. Händler verwiesen auf die Herabstufung des Titels durch die Analysten der Deutschen Bank, die das Papier wegen der guten Kursentwicklung der vergangenen zwölf Monate von "Buy" auf "Hold" zurücknahmen.

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