Adidas und Puma stemmten sich gegen den Trend
Kein Dax-Wert beendet 2002 im Plus

Die Konjunkturflaute hat dem deutschen Aktienmarkt im Jahr 2002 arg zugesetzt. Sämtliche im Deutschen Aktienindex (Dax) vertretenen Werte beendeten das Börsenjahr im Minus, wobei der Leitindex fast die Hälfte seines Wertes verlor. International war der Dax damit größter Verlierer der wichtigsten Börsenindizes.

Reuters FRANKFURT. Während sich die Aktien der Sportartikelhersteller Adidas-Salomon und Puma unter anderem dank der Fußballweltmeisterschaft gegen den deutlichen Abwärtstrend an den Börsen stemmen konnten, litten Banken- und Versicherungswerte unter der anhaltenden Flaute am Aktienmarkt. Spektakuläre Kursgewinne von mehr als 130 Prozent verbuchten dagegen die im Nebenwerteindex MDax notierten Titel von Schwarz Pharma. Der Monheimer Arzneimittelhersteller hatte im Oktober einen wichtigen Patenstreit um ein Magenmittel gegen den Konkurrenten AstraZeneca gewonnen.

Die im Dax notierten Titel von Adidas-Salomon verbuchten mit einem Minus von 3,9 Prozent seit Jahresbeginn den geringsten Verlust unter den Standardwerten. Fast 97 Prozent zulegen konnten derweil im MDax die Papiere von Puma. Beide Firmen profitierten von der Fußballweltmeisterschaft in Asien sowie ihrer verstärkten Ausrichtung auf modische Schuhe und Kleidung. Im MDax konnten neben Puma und Schwarz Pharma insgesamt weitere sechs Titel das Jahr mit Kurszuwächsen beenden.

Besonders stark litten 2002 die Finanzwerte im Dax. Gerüchte um Bilanztricks und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bescherten beispielsweise den Aktien des Finanzdienstleisters MLP einen Kursrutsch von fast neunzig Prozent. Die angespannte Lage im Bankensektor lastete auf den Titeln der HypoVereinsbank (HVG), Commerzbank und Deutschen Bank. Die Krise am Aktienmarkt ging den Versicherern Allianz und Münchener Rück, die sehr stark in Aktien investieren, direkt an die Substanz. Sowohl die Titel von Münchener Rück als auch die der Allianz verloren mehr als 60 Prozent.

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