Adig-Investment neuer Sponsor
Auch HSV nicht mehr „Oben ohne“

Drei Tage vor dem Start in die neue Bundesliga- Saison ist dem Liga-Pokal-Gewinner Hamburger SV auf dem Sponsorenmarkt ein großer Coup gelungen: Mit 4,5 Mill. ? steigt die Fondsgesellschaft ADIG-Investment für ein Jahr als Hauptsponsor ein. Damit kann der mit 14,5 Mill. ? belastete HSV aufatmen. "Dieser wirtschaftliche Abschluss ist ein Etappenziel auf dem Weg zu einer erfolgreichen Saison", sagte der HSV - Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann am Mittwoch bei der Präsentation.

HB/dpa HAMBURG. Als letzter der 18 Bundesligisten steht nun der "Bundesliga-Dino", der im Liga-Pokal noch mit den Logos "HSV" und "Hamburg" aufgelaufen war, nicht mehr "Oben ohne" da. "Wir haben unsere Hausaufgaben in der Sommerpause gemacht. Dazu gehört die Vertragsverlängerung mit unserem Trainer Kurt Jara und der Abschluss mit Adig. Wir sind stolz, dass wir nicht irgendeinen Partner genommen haben. Unsere Strategie, keine übereilten Entscheidungen zu treffen, ist aufgegangen", sagte Hoffmann.

Der Vertrag mit dem Ex-Sponsor TV Spielfilm hatte den Hamburgern noch 5,7 Mill. ? in die Kassen gebracht. Angesichts des schweren wirtschaftlichen Umfeldes gilt der Abschluss mit der Kapitalanlagegesellschaft aber als äußerst lukrativ. Mehr als ein Jahr lang hatten die Hamburger und ihr Vermarkter Sportfive den Markt sondiert.

Mit dem Slogan "Erfolg ist kein Zufall" hat sich die Adig im Fondsgeschäft einen Spitzennamen verschafft, nun wollen die Münchner Banker mit dem Engagement im Sport einen zusätzlichen Bekanntheitsgrad erreichen. "Wir stehen für Tradition und Leistung, das passt zusammen", sagte Hans-Jürgen Löckener, Geschäftsführer der Adig-Investment Fonds. Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Commerzbank.

Bereits vor der Einigung hatte der HSV in allen anderen Marketingbereichen Rekordeinnahmen zu verzeichnen: Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Einkünfte von 17,4 auf 19,3 Mill. ?. Die im Liga-Pokal eingespielten 1,3 Mill. ? hatte der finanziell gebeutelte Club nicht einkalkuliert. Auch im Zuschauerbereich stößt der Club in neue Dimensionen vor. Erstmals wurden 24 000 Dauerkarten verkauft. Um das dicke Vorjahres-Minus auszugleichen, strich der Vorstand bis zur Winterpause trotzdem alle Leistungsprämien der Bundesliga-Mannschaft. Insgesamt müssen sieben Mill. ? in dieser Spielzeit eingespart werden, acht Mill. ? zusätzlich verdient werden.

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