Adobe enttäuscht mit unerwartet schwachen Geschäftszahlen
US-Märkte erholen sich von zwischenzeitlichen Tiefständen

Der Handel an New Yorks Aktienmärkten war auch drei Börsentage nach der Katastrophe des 11.September von Hoffnung und Unsicherheit dominiert. Wie stark wird die US-Wirtschaft unter den Terroranschlägen und unter einem möglichen Krieg tatsächlich zu leiden haben?

Nachdem die wichtigsten US-Aktienindizes im Handelsverlauf unter deutlichen Punktverlusten zu leiden hatten, konnten sie zum Börsenschluss dank Schnäppchenjägern noch einmal einige Zähler gut machen. Dem Dow Jones Index gelang es die Verluste bis zur Schlussglocke das Minus auf 1,62 Prozent und einen Stand von 8759 Punkte zu begrenzen. Der Nasdaq konnte trotz des starken Abgabedrucks bei den Papieren des Chip-, Netwerk- und Biotechnologiesektors die Verluste des Tages auf 1,79 Prozent minimieren. Nachdem der Index zwischenzeitlich unter die pyschologisch wichtige Markte von1500 Punkten gerutscht war, schloss er schließlich bei 1527 Zählern. Das letzte Mal notierte das Börsenbaromter im Oktober 1998 unter dieser Grenze.

McDonalds verteuerte sich gegen den Trend

Zu den größten Verlierern gehören dagegen einen weiteren Tag in Folge die Aktien der Ölförderkonzerne. Auch Finanzwerte setzen ihre Talfahrt fort. Das Papier von American Express verlor einen weiteren Tag an Wert. Die Aktie büßte fünf Prozent auf 26 Dollar ein. Der Preis für Gold stieg dagegen.

Die Aktie von McDonalds verteuerte sich gegen den Trend, nachdem die weltgrößte Restaurantkette ankündigte, die Analystenerwartungen für das dritte Quartal zu übertreffen. Das Unternehmen, dessen Umsatzzahlen in den vergangenen Monaten der Maul- und Klauenseuche und dem starken US-Dollar gelitten hatte, rechnet nun mit einemGewinn von 41 bis 42 Cents pro Aktie. Die Mehrheit der Experten hatten bisher mit einem Ergebnis von 40 Cents pro Papier gerechnet. Die Aktie von McDonalds legte 1,7 Prozent auf 28,50 Dollar zu.

General Electric auf dem tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren

Der Titel von General Electric hatte unter negativen Kommentaren von Bear Stearns zu leiden.Das Brokerhaus reduzierte die Geschäftsprognosen für GE. Am Morgen hatten die Experten von Goldman Sachs die Aktie wegen des niedrigen Kurses zum Kauf empfohlen. Derzeit notiert das Papier nahe dem tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren

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Die Aktie von Boeing büßte 1,60 Prozent auf 32,61 Dollar ein. Der Luftfahrtkonzern kündigte an, 30 000 seiner Mitarbeiter bis Ende nächsten Jahres zu entlassen. Nach denAttentaten vom 11. September geraten vor allem die Fluggesellschaften unter Druck. Boeing befürchtet, wegen des nun sinkenden Flugaufkommens wenigerAufträge von den Gesellschaften zu erhalten. Die Aktie von Boeing verlor in den vergangenen zwei Handelstagen fast ein Viertel ihrer Wertes.

Adobe

enttäuscht mit unerwartet schlechten Geschäftszahlen

Unter Abgabedruckgerät auch die Aktie von Eastman Kodak. Das Papier verlor 5,5 Prozent auf 37,60 Dollar. Der Photokonzern reduziert die Gewinnerwartungen für das dritte Quartal auf 65 Cents pro Aktie. Ursprünglich hatte Eastman einen Gewinn in der Spanne von 90 Cents bis 1;20 Dollar prognostiziert. Auch dieser Konzern beruft sich in seiner Begründung auf den Terroranschlag von 11. September. Die US-Wirtschaft sei ohnehin geschwächt gewesen. Nun werde die Genesung der Konjunktur umso länger dauern, erklärt Eastmans Management. Der Konzern kündigte zudem an, mehr Arbeitskräfte zu entlassen als bisher geplant.

Adobe enttäuschte am Morgen mit den Geschäftszahlen für das dritte Quartal. Der Umsatz des Softwareherstellers blieb mit 292,1 Millionen Dollar hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Einnahmen sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent. Für das vierte Quartal verspricht das Management keine Besserung. Die Unternehmensleitung reduziert die Gewinnprognosen von 31 Cents pro Aktie auf 27 Cents pro Aktie. Vor allem die Schwäche in Japan mache dem Unternehmen zu schaffen, so das Management. Die Aktie büßte 16,6 Prozent an Wert ein.

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