Adva größter Verlierer - Nortel-Zahlen lösen Kursrutsch aus
Wachstumswerte instabil

dpa-afx FRANKFURT. Die Wachstumswerte am Frankfurter Neuen Markt standen zum Wochenschluss deutlich unter Druck. Schuld daran hatte der kanadische Glasfaser- und Telekom-Ausrüster Nortel Networks, der am späten Donnerstag Abend seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2001 nach unten korrigiert hatte und damit die Anleger beidseitig des Atlantiks verunsicherte.

Der Nemax 50 verabschiedete sich mit einem Verlust von 6,59 % auf 2.307,52 Punkte ins Wochenende. Der alle Werte umfassende NEMAX All-Share büßte 4,88 % auf 2.399,72 Zähler ein. Am späten Nachmittag hatte sich der Nemax 50, nachdem er zuvor auf das Tagestief von 2.296,03 Punkte gefallen war, etwas erholt, doch nach einer Eilmeldung über einen Bombenangriff der US-Amerikaner auf den Südirak rutschte das Kursbarometer wieder ab.

"Natürlich war Nortel der Hauptauslöser für den Kursrutsch", sagte Guiseppe-Guido Amato, Analyst bei Lang & Schwarz, aber insgesamt sei der Markt noch instabil. Deshalb müsse immer wieder mit einer Abwärtsbewegung gerechnet werden. "Bis sich der Neue Markt wieder fängt, wird es noch lange dauern", sagte Amato. Bis dahin werde es weiterhin sehr wechselhafte Kurse geben. Die "Regeneration" des Patienten Neuer Markt bedürfe Zeit.

Größter Verlierer unter den Nemax 50-Werten war Adva Optical Networking mit einem Minus von 20,86 % auf 27,70 Euro. Der Netzwerkausrüster litt unter dem pessimistischen Ausblick von Nortel Networks und fiel phasenweise sogar auf 26,35 Euro, ein neues 52-Wochen-Tief. "Der Wert hat noch Speck", meinte Amato. Die Aktie sei vergleichsweise teuer und wenn die Gewinne runtergehen, dann brechen auch schnell die Kurse ein. Adva hatte am Mittwoch vorläufige Umsatzzahlen veröffentlicht und dabei die Prognose für das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) für das Jahr 2001 gesenkt. Statt einem Anstieg um 6 % rechnet Adva nur noch mit einem ausgeglichenen operativen Ergebnis.

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