Adva und Pixelpark unter Druck
Wachstumswerte können Gewinne nicht halten

Am Neuen Markt überwiegen mal wieder die Verkäufer. Geradezu loswerden wollen die Anleger die Aktien von Pixelpark. Das Unternehmen hat einen geringen Umsatz gemeldet als erwartet.

Reuters FRANKFURT. Der Frankfurter Neue Markt hat die Gewinne der vergangenen drei Tage am Dienstag nicht halten können und angesichts schwächerer Vorgaben der US-Technologiebörse Nasdaq knapp 1 % verloren. "Der Markt konsolidiert sich bei geringen Umsätzen", sagte ein Händler. Nach den anfänglichen Verlusten von über 2 % habe das Wachstumssegment im Handelsverlauf seine Abschläge auf Grund eines ins Plus drehenden Nasdaq-Futures reduzieren können. "Die Unsicherheit am Markt bleibt dennoch bestehen", sagte ein Börsianer: "Auch die Käufer fehlen weiter."

Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index gab bis zum Mittag 0,9 % auf 1749 Punkte nach. Der Auswahlindex Nemax50 rutschte 1,1 % auf 1595 Zähler. Beide Indizes hatten am Montag den dritten Handelstag in Folge nach starken Verlusten in den Wochen zuvor zugelegt. Der All-Share-Index hatte sich am Montag um 5,37 %, der Auswahlindex um 6,11 % verbessert.

Gedämpft werde die Entwicklung von der leicht schwächeren US-Technologiebörse Nasdaq, die am Montag 0,53 % auf 1918 Punkte nachgab. Allerdings deutete der Nasdaq-Future, der nach anfänglichen Verlusten gegen Mittag mit 17,5 % im Plus stand, eine freundlichere Eröffnung der US-Computerbörse an.

Pixelpark verfehlt Prognosen

Im Mittelpunkt der Blue Chips standen die Papiere des Multimedia-Dienstleisters Pixelpark , die zeitweise rund 16 % auf ein neues Rekordtief von 6,08 Euro nachgaben. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, den Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2000 gegenüber den vorläufigen Zahlen nach unten korrigiert und einen Fehlbetrag von 15,6 Millionen Euro erwirtschaftet zu haben. "Es besteht derzeit wenig Fantasie für eine nachhaltige Kurserholung", sagte ein Händler. Institutionelle Investoren würden den Wert schon seit geraumer Zeit meiden.

Erneut deutlich leichter tendierten die Aktien der Adva AG, die sich um über 19 % auf ein neues Jahrestief von 7,57 Euro verbilligten. Bereits am Vortag hatte das Unternehmen 28,7 % verloren, nachdem der Glasfasernetz-Spezialist seine Umsatzerwartungen für das laufende Jahr nach unten korrigiert hatte. Ihren Abwärtstrend setzte auch die Pandatel AG fort, deren Aktien über 17 % auf 19,60 Euro einbüßten. Händler erklärten die Verluste mit Sorgen der Anleger über die Geschäftsaussichten des Unternehmens im laufenden Jahr. Am Freitag hatte die Telekommunikationsfirma auf Unsicherheiten in der Geschäftsentwicklung hingewiesen. "Der Markt reagiert sehr sensibel auf das Wort "Unsicherheiten'", sagte ein Händler.

Primacom gewinnen mehr als 17 %

Größter Kursgewinner unter den Blue Chips war der Kabelnetzbetreiber PrimaCom , dessen Aktien rund 17 % auf 17,20 Euro zulegen konnten. Am Vormittag hatte der niederländische Kabelnetzbetreiber UPC Gespräche über eine Beteiligung an Primacom bestätigt. Spekulationen, denen zufolge es dabei um eine Fusion geht, aus der der zweitstärkste Kabelanbieter Deutschlands hervor gehen könnte, bestätigte ein UPC-Sprecher aber nicht. Auch der Vakuumpumpenhersteller Pfeiffer Vacuum legte um 7,56 % auf 42,98 Euro zu, nachdem das Unternehmen für 2000 einen gesteigerten Umsatz und Überschuss gemeldet hatte.

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