Advocaat startet in Gladbach mit Remis
Nürnberg bereitet Wolfsburg Debakel

Der 1. FC Nürnberg hat am 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga einen Alleingang von Tabellenführer VfL Wolfsburg verhindert. Hertha BSC verhindert in der Nachspielzeit eine Niederlage gegen den amtierenden Meister.

HB BERLIN.

Der 1. FC Nürnberg hat Tabellenführer VfL Wolfsburg am 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga ein Debakel bereitet. Der «Club» führte die Niedersachsen beim deutlichen 4:0-Erfolg regelrecht vor. Durch die Wolfsburger Niederlage konnte Rekordmeister Bayern München durch einen 3:0-Erfolg über Hannover 96 zunächst auf den zweiten Platz vorrücken. Der VfB Stuttgart (gegen Hansa Rostock) und Schalke 04 (beim Hamburger SV) können am Sonntag nachziehen.

Dagegen konnte Werder Bremen nicht zum Führungsquartett aufschließen. Der Titelverteidiger gab in der letzten Minute einen Erfolg beim 1:1 bei Hertha BSC aus der Hand. Auch Aufsteiger Mainz 05 musste sich mit einem 1:1 zufrieden geben. Borussia Mönchengladbachs neuer Trainer Dick Advocaat feierte so einen guten Einstand.

Unterdessen konnte der VfL Bochum den Sturz auf einen Abstiegsrang gerade noch vermeiden. Der Uefa-Cup-Starter rangiert nach dem 1:1 gegen den 1. FC Kaiserlautern weiter vor den punktgleichen Pfälzern. Auf den anderen Abstiegplätzen hat sich nichts verändert. Der Vorletzte aus Freiburg unterlag mit 1:4 in Leverkusen.

FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach 1:1 (0:1)

Dick Advocaat hat einen erfolgreichen Einstand gefeiert. Vaclav Sverkos legte mit seinem ersten Saisontreffer nach 13 Minuten die Grundlage für den dritten Auswärtspunkt der Gladbacher. Nikolce Noveski glich nach knapp einer Stunde für die Gastgeber aus (58.) und verdarb so dem früheren niederländischen Bondscoach ein besseres Debüt.

Bayern München - Hannover 96 3:0 (1:0)

Nach der 0:1-Niederlage in der Champions League gegen Juventus Turin versuchte der Rekordmeister schnell eine Wiedergutmachung. Und Claudio Pizarro sorgte bereits in der dritten Minute nach einer schönen Vorarbeit von Roy Makaay für die Führung. Anschließend verflachte die Begegnung, Hannover selbst konnte sich einige Möglichkeiten erarbeiten. Letztendlich aber zog der Rekordmeister in der Tabelle an den Niedersachen vorbei, da Roy Makaay zehn Minuten vor dem Ende die Vorentscheidung besorgte. Paulo Guerrero traf in der Schlussminute zum 3:0-Endstand.

VfL Bochum - 1. FC Kaiserslautern 1:1 (0:1)

Der VfL dominierte von Beginn an die Partie. Um so überraschender fiel die Gästeführung durch Herve Lembi nach 26 Minuten und lähmte zunächst die Aktionen Gastgeber.

Erst nach dem Seitenwechsel übernahm Bochum wieder die Initiative. Ausgerechnet der Ex-Lauterer Vratislav Lokvenc erzielte nach 62 Minuten den Ausgleich. Zum Sieg reichte es im Kellerduell aber für keine der beiden Mannschaften.

Arminia Bielefeld - Borussia Dortmund 1:0 (1:0)

Im Westfalenderby sorgte einmal mehr Delron Buckley für die Höhepunkte des Aufsteigers. Schon nach acht Minuten überwand der Südafrikaner Dortmunds Schlussmann Roman Weidenfeller. Kurze Zeit später hatte der Angreifer die größte Möglichkeit zum zweiten Treffer, scheiterte am BVB-Keeper.

Nach der Halbzeitpause musste Dortmund mit zehn Mann den Ausgleich erkämpfen. Niclas Jensen sah in der 58. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Dortmund hatte zwar selbst in den Schlusssekunden noch hochkarätige Möglichkeiten, konnte aber Matthias Hain im Bielefelder Tor nicht bezwingen.

Bayer Leverkusen - SC Freiburg 4:1 (0:1)

Bayer fang gegen Freiburg zunächst nicht den richtigen Rhythmus. So kam das Team von Trainer Volker Finke immer wieder gefährlich vor Leverkusens Torwart Hans-Jörg Butt auf. Nachdem Soumalia Coulibaly zunächst auch die größte Möglichkeit vergeben hatte, traf der Gästestürmer in der 29. Minute zur nicht unverdienten Führung.

Doch nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber wie verwandelt aus den Kabinen. Zunächst traf gerade eingewechselte Paul Freier zum ersten Mal für seinen neuen Arbeitgeber (48.), fünf Minuten später brachte Jacek Krzynowek Bayer in Führung (53.).

Freiburgs Neuzugang Youssef Mohammad verhinderte dann eine mögliche Aufholjagd der Badener. Der 24 Jahre alte Abwehrspieler sah nach einem Foul an Franca die Gelb-Rote Karte. Freier in der 88. und der eingewechselte Andrej Woronin besorgten den letztendlich noch standesgemäßen Erfolg.

Hertha BSC - Werder Bremen 1:1 (0:0)

In einer niveauarmen Partie mussten die Zuschauer lange Zeit auf Höhepunkte warten. Lediglich vier Torschüsse verzeichneten beide Mannschaften in den ersten 45 Minuten. Erst in den letzten zehn Minuten wurde es munterer. Zunächst erzielte Angelos Charisteas die Führung für Werder. In der Nachspielzeit besorgte Alexander Madlung das glückliche Remis.

1. FC Nürnberg - VfL Wolfsburg 4:0 (3:0)

Der Tabellenführer erlebte gleich zu Beginn schwere Minuten. Zunächst besorgte Nürnbergs Marek Mintal schon in der zweiten Minute die Führung, fünf Minuten später musste Wolfsburgs Spielmacher Andres d'Alessandro nach einer Tätlichkeit das Feld verlassen.

Und das Team von Wolfgang Wolf, der fünf Jahre Trainer in Wolfsburg war, legte nach. Nach einem Freistoß zog erneut Mintal von der Strafraumgrenze ab und überwand Simon Jentzsch zum zweiten Mal (28.). Markus Schroth sorgte dann kurz vor dem Seitenwechsel für eine frühe Vorentscheidung (45.). Nach der Halbzeitpause knüpfte Mintal an seine sehr gute Leistung der ersten Hälfte an und erzielte seinen dritten Treffer (49.).

Hamburger SV - Schalke 04

Der Hamburger SV hat keines seiner letzten elf Heimspiele gegen Schalke 04 verloren. Wenn es nach Thomas Doll geht, soll das auch so bleiben. Der neue Trainer der Hamburger würde gerne auch im vierten Spiel seit seinem Amtsantritt mindestens ohne Niederlage bleiben. Eine gute Nachricht erhielten die Profis von ihrem langzeitverletzten Kollegen Benjamin Lauth. Der Stürmer kann in den kommenden Wochen wieder ins Training einsteigen.

Auch Ralf Rangnick hat eine Serie fortzusetzen. Die beeindruckendste in der Bundesliga-Geschichte des S04. Seit acht Spielen ist der Trainer seit Amtsantritt bei den Schalkern ungeschlagen, nur ein Uefa-Pokal-Spiel davon - gegen den FC Basel - ging Unentschieden aus. Am Donnerstag setzten sich die Gelsenkirchener im Uefa-Cup gegen Heart of Midlothian in Schottland durch (1:0), das dürfte Selbstvertrauen geben.

VfB Stuttgart - Hansa Rostock (beide Spiele Sonntag, 17.30 Uhr)

Der VfB Stuttgart hat zumindest auf europäischer Bühne ebenfalls einen Lauf. Gegen Benfica Lissabon gab es am Donnerstag im Uefa-Pokal ein eindeutiges 3:0. Nun kann Hansa kommen, denn in der Bundesliga haben die Stuttgarter nach Niederlagen gegen Werder Bremen und Schalke 04 etwas gut zu machen. Matthias Sammer ist erleichtert, dass Verteidiger Martin Stranzl der Mannschaft nach Ablauf seiner Rot-Sperre wieder dabei hilft.

Um die Existenz geht es für den Tabellenletzten Hansa Rostock. Der Abstieg droht, weil es an Toren mangelt. Seit Stürmer Martin Max die Hanseaten verlassen hat, konnte sich weder ein Angreifer in den Vordergrund spielen, noch die gesamte Mannschaft Torgefahr erzeugen. Hoffnung macht die vergangene Saison, da stand Rostock nach dem 11. Spieltag ebenfalls auf Platz 18, und startete plötzlich durch.

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