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Aegon übertrifft im 3. Quartal Erwartungen - Aktienkurs steigt

Der niederländische Finanzkonzern Aegon hat im dritten Quartal seinen Gewinn deutlich gesteigert und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen.

dpa-afx DEN HAAG. Der niederländische Finanzkonzern Aegon hat im dritten Quartal seinen Gewinn deutlich gesteigert und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Überschuss sei von 435 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum auf 448 Mill. Euro geklettert, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Den Haag mit. Analysten hatten zuvor eine Spanne von 376 Mill. bis 409 Mill. Euro vorausgesagt. Aegon-Aktien notierten am frühen Nachmittag um 1,83 Prozent höher bei 9,45 Euro.

Der Umsatz stieg von 6,689 Mrd. Euro auf 6,806 Mrd. im dritten Quartal 2004. Die realisierten Kapitalerträge lagen Unternehmensangaben zufolge mit 135 Mill. Euro über dem Vorjahreswert in Höhe von 101 Mill. Euro. Analysen erwarteten hier einen deutlich niedrigeren Wert von 63 bis 90 Mill. Euro.

Aegon Steigerte DAS Vorsteuerergebnis IM Dritten Quartal

Aegon steigerte das Vorsteuerergebnis im dritten Quartal von 503 Mill. Euro auf 624 Mill. Euro. Der schwache Dollarkurs habe bisher in diesem Jahr einen negativen Effekt in Höhe von neun Prozent auf den Gewinn gehabt, sagte Aegon-Vorstandschef Don Shepard. Der Finanzvorstand des Konzerns, Jos Streppel, sagte, dass die Risikovorsorge für Ausfälle von Anleihen im dritten Quartal wieder gefallen sei und bezeichnete den Wert von 30 Mill. Euro als "ungewöhnlich niedrig". Im Vorjahr war die Risikovorsorge mit 95 Mill. Euro mehr als drei Mal höher.

In den ersten neun Monaten konnte der Finanzkonzern den Überschuss von 764 Mill. Euro auf 1,238 Mrd. Euro deutlich steigern. Sämtliche große Auslandstöchter hätten zu dem Gewinnwachstum beigetragen, hieß es. Dem Rest des Jahres 2004 sieht Shepard mit "ziemlich guten Gefühlen" entgegen.

Aegon Erhält Auskunftersuchen VON Generalstaatsanwalt

Unternehmenschef Shephard teilte in einer Telefonkonferenz am Donnerstag zudem mit, dass Aegon ein Auskunftsersuchen vom Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Connecticut erhalten habe. Es gehe um ausgeweitete Ermittlungen in der Versicherungsbranche. Diese sei ein Nebeneffekt der Untersuchungen durch den New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer. Der Jurist ermittelt wegen missbräuchlicher Geschäftspraktiken in der Versicherungsbranche.

Aegon habe jedoch keine Vorladung von Spitzer erhalten, sagte der Manager. "Wir haben nichts von Spitzer gehört." Es gebe 50 Generalstaatsanwälte, und alle hätten das gleiche Recht wie Spitzer zu ermitteln. Shephard kündigte an, dass er wegen des Auskunftsersuchens aus Connecticut keine Schwierigkeiten erwarte und dem Ersuchen nachkommen werde. Die 23 größten Versicherungsunternehmen hätten zunächst eine solche Anfrage erhalten.

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