Ära der Auslandstelegramme geht nach 150 Jahren zu Ende
Deutsche Telekom stellt Auslandstelegrammdienst ein

ap BONN. Nach 150 Jahren geht die Ära der Auslandstelegramme in Deutschland zu Ende. Die Deutsche Telekom kündigte am Freitag in Bonn an, sie werde zum Jahresende ihren Auslandstelegrammdienst wegen des drastischen Nachfragerückgangs einstellen. Der häufig für Glückwünsche genutzte Inlandstelegrammdienst ist nicht betroffen, da er seit Juli 1998 von der Deutschen Post AG betrieben wird.

Moderne Kommunikationsmittel wie Fax, E-mail und Mobilfunk hatten laut Telekom in den letzten Jahren den teueren Telegrammdienst mehr und mehr verdrängt. Wurden 1990 noch rund 1,7 Mill. Telegramme vom Inland ins Ausland aufgegeben, so rechnet die Telekom in diesem Jahr nur noch mit etwa 70 000 Telegrammen.

Begonnen hatte die Geschichte des Auslandstelegrammdienstes 1850 mit der Bildung eines deutsch-österreichischen Telegrafenvereins. Das billigste Telegramm kostete damals 20 Groschen. Heute wird ein Telegramm von Deutschland nach Österreich mit höchstens 20 Worten mit rund 40 DM berechnet. Ein Fax kostet dagegen nur Pfennige, eine E-mail ist sogar kostenlos.



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