Ärger um Auftragsarbeiten in Euro-Stadien
Warum die Ingenieure nicht jubeln

Peter Dinstühler mag Fußball. Er ist seit Jahren Fan der Nationalmannschaft, und als er im Januar 2006 den Auftrag erhielt, beim Ausbau der Euro-Stadien in Österreich mitzuwirken, sah der Vorstandschef dies als Traumjob für seine IS Industrial Services AG. Seine Meinung hat Dinstühler inzwischen geändert. Denn: Die Arbeit ist getan, die Spiele laufen, aber auf sein Geld wartet er noch immer.

DÜSSELDORF. 2,5 Mill. Euro. Das ist der Betrag, den Dinstühler nun gerichtlich einfordert. Mehr als 53 000 Arbeitsstunden haben er und seine Mitarbeiter in den EM-Auftrag gesteckt. Seither hat Dinstühler viel nachgefragt. Beim DFB, bei der UEFA, bei der Euro 2008. Antworten allerdings bekommt er keine, vor allem von einem nicht: seinem Auftraggeber.

„Das ist ein laufendes Verfahren, dazu sagen wir nichts“, heißt es bei Alpine Bau in Salzburg. Die Firma ist eine der beiden Beklagten in dem Verfahren, das am 7. Juli am Landgericht Salzburg beginnt. Der andere ist der Porr Konzern. Auch hier erhält Dinstühler seit Monaten auf seine Schreiben keine Antwort.

„Man will uns verhungern lassen“, sagt Dinstühler. 2,5 Mill. Euro sind für die Milliardenkonzerne Alpine und Porr vernachlässigbare Größen. Für Dinstühlers Gebäudetechnik-Firma sind es fast zehn Prozent vom Jahresumsatz – und wenn so eine Summe ausbleibt, gerät sein ganzes Unternehmen in Schieflage. Im Kampf gegen die ungleichen Gegner hat sich der Manager deshalb einen mächtigen Verbündeten gesucht: die Allianz.

„Wir haben viele Kunden dieser Art“, sagt Arndt Eversberg. Er ist Geschäftsführer der Allianz Prozess-Finanz GmbH in München und betreut ein relativ neues Feld im Reich des Versicherungsriesen: die Finanzierung von vielversprechenden Prozessen, die ohne fremde Hilfe wohl nie geführt würden.

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